Vorbereitung Norwegen 2021

Dies ist der Foto-Reisebericht unseres Skandinavien-Debüts, wenn man mal von einem Kurzaufenthalt 2019 auf Rømø absieht! Tatsächlich haben wir Reisezielen in Skandinavien bislang wenig Beachtung geschenkt. Das soll sich unbedingt ändern, zumal Landschaften und mögliche Naturerlebnisse eigentlich genau nach unserem Geschmack sein dürften. Im Herbst 2021 fahren wir mit unserem Wohnmobil nach Nord-Norwegen. Schwerpunkte unserer Reise sind die Vesterålen, die Lofoten und die Traumstrecke Fv17. Eigentlich müsste der Titel unserer Reise „Norwegen & Schweden 2021“ lauten, da wir auf der An- und Rückreise fast die Hälfte der Zeit in Schweden verbringen. Letztlich bleibt aber unser Reiseziel die norwegischen nördlichen Inseln.

 Natürlich stehen auf unserer „Must-See-Liste“  Polarlichter – die Jahreszeit verspricht diesbezüglich gute Chancen! Für vollständig Geimpfte und Genesene  ist die Einreise nach Norwegen problemlos möglich, obwohl in Deutschland die Corona-Inzidenz im Spätsommer 2021 wieder ansteigt! Bei der Planung unserer Reise sind uns einige andere Reiseblogs hilfreich, unter anderem die hervorragende Website vom  Nordlandblog.

Festlegung der Reiseroute und Buchung der Fähre

Zunächst einmal müssen wir uns auf eine ungefähre Reiseroute festlegen, um etwaige Fähren im Voraus buchen zu können. Nach den ersten Recherchen entscheiden wir, uns auf den nördlichen Teil Norwegens zu konzentrieren. Daher wählen wir die schnelle Route über die E-45 durch Schweden, um möglichst viel Zeit auf den Vesterålen und den Lofoten verbringen zu können. Ein Highlight unterwegs soll der Abisko Nationalpark sein, der als einer der weltweit besten Spots zur Polarlicht Beobachtung gilt.

Für die Rückreise ist geplant, von den Lofoten mit der Fähre über Moskenes nach Bodø überzusetzen, um entlang der Helgelandskysten Landschaftsoute (Fylkesvei 17) in Richtung Göteborg zu fahren.

Die Fährlinie Kiel – Göteborg verspricht für den ersten Teil der Anreise Entspannung pur: Die Fähre fährt über Nacht, und wir kommen morgens um 9.15 Uhr in Göteborg an. Wir ersparen uns somit viele Kilometer in Dänemark und können vollkommen ausgeruht die Reise gen Norden beginnen.

Die Verbindung ist deutlich günstiger ist als die Route Kiel – Oslo, die ansonsten in Frage gekommen wäre (Oslo ist lediglich drei Autostunden von Göteborg entfernt). Wir sparen zudem gut zehn Prozent des Fährpreises, indem wir die Buchung über die schwedische Website der Fährlinie Stenaline vornehmen. Die einzelnen Buchungsschritte sind leicht nachvollziehbar, wenn man parallel die deutsche Seite geöffnet hält. Wenn möglich sollte die Fähre frühzeitig gebucht werden, da die Preise in der Regel ansteigen, je näher das Abfahrtsdatum heranrückt. Der Preis kann sich zudem wie von Geisterhand erhöhen, je öfter man das Buchungsportal besucht – hier hat der Website-Betreiber offenbar einen automatischen Algorithmus über Cookies eingebaut. Bei der finalen Buchung sollte man daher einen „jungfräulichen“ Computer nutzen, dessen IP-Adresse noch nicht erfasst worden ist!

Wir zahlen im Flexi-Tarif (veränder- oder stornierbar bis 24 Stunden vor Abreise) für unser 7,5 m langes Wohnmobil inklusive einer Doppelkabine mit Meerblick 650,– € hin und zurück (anstatt 730,– € über die deutsche Seite).  Das optionale Abendbüfett inkl. Getränke und das Frühstück kosten noch einmal ca. 50,– € p.P. und Strecke.

Mautsystem Norwegen

Das Mautsystem in Norwegen, vor allem die Online-Anmeldung, erscheint ziemlich unübersichtlich, wobei das System im Sommer 2021 gerade auf den schwedischen Anbieter EPASS24 umgestellt und vereinfacht werden soll. Wichtig zu wissen: Rein theoretisch kannst du in Norwegen alle Straßen auch ohne vorherige Anmeldung benutzen. Das Nummernschild wird an den Toll-Stations abgelesen und du erhältst später eine Rechnung. Diese Variante ist aber nicht empfehlenswert, da dein Wohnmobil so in die schlechteste Umweltklasse eingeordnet wird und die Maut dadurch wesentlich teurer wird.

Bei unserer Anmeldung ist lediglich die englische Version verfügbar, eine deutsche soll jedoch in Kürze folgen. Zunächst einmal musst du dir bei EPASS24 (früher war es EPC) ein Konto erstellen. Wir ersparen uns an dieser Stelle detailliert Erläuterungen zum Anmeldeprozess, da er auf der Website relativ selbsterklärend ist.

Außerdem ist es empfehlenswert, im zweiten Shritt einen Transponder bei AutoPASS zu bestellen. Mit diesem Gerät werden zahlreiche drastische Ermäßigungen auf Straßen, Brücken oder Fähren gewährt. Für den Transponder wird eine eine Kaution von 200 NOK erhoben, die man zurück erhält, wenn der Transponder nicht mehr benötigt wird. Der Bertrag wird mit der ersten Rechnung vom Konto abgebucht. Der Transponder liegt nach ungefähr einer Woche in unserem Briefkasten. Man muss übrigens aufgrund der zwei Konten keine Angst vor einer doppelten Abbuchung auf einer Mautstrecke haben, der Transponder hat immer oberste Priorität.

Wenn das Konto bei AutoPASS angelegt ist, folgt im dritten Schritt noch der Kauf des AutoPASS for ferje, für den eine Gebühr von einmalig 50 NOK erhoben wird. Damit erhältst du auf vielen Fähren in Norwegen einen Rabatt von 50 Prozent. Die Aufstellung der teilnehmenden Fährverbindungen findest du hier!

Der Bestellvorgang ist simpel: Zunächst öffnest du die Website und folgst du dem Anmeldeprozess. Falls du bereits ein AutoPASS Konto angelegt hast, verbindet sich AutoPASS for ferje automatisch über das hinterlegte Autokennzeichen. Abschließend musst du nur noch den Prepaid-Betrag von 3.000 NOK (gilt für Wohnmobile unter 8 Meter) auf das Konto überweisen, das dir per E-Mail nach Abschluss deiner Anmeldung per Rechnung zugeschickt wird.

Um unnötige Bankgebühren zu sparen, empfehlen wir dir, in Euro zu überweisen und den Betrag einfach nach oben aufzurunden (wir haben 300,– € überwiesen). Das Guthaben umgerechnet in NOK erscheint nach wenigen Tagen auf deinem AutoPASS for ferje Konto. Die postalische Zusendung der Karte, mit der du dich auf den Fähren ausweisen kannst, dauert ebenfalls ungefähr eine Woche. Solltest du die Karte nach deiner Reise nicht mehr benötigen, kannst du sie unproblematisch kündigen und das restliche Guthaben wird dir zurücküberwiesen.

Literatur für deine Reise nach Norwegen und die Lofoten*:

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2 Comments

  • Conny und Sirko

    Hallo ihr Beiden, wir haben soeben euren aktuellen Beitrag zu diesem spannenden Thema der Anreise gelesen und möchten lediglich einen kleinen Punkt ergänzen bzw. korrigieren: Beim AutoPass Brikke wird keine einmalige Gebühr fällig, da es sich dabei nur um eine Kaution handelt, die man zurück erhält, sobald man den Transponder zurücksendet…. 🙂

    Eine gute Reise in den Norden und wir hoffen, dass wir euch mit unseren Inhalten zu Norwegen im Vorfeld gut inspirieren als auch informieren konnten. Liebe Grüße, Conny und Sirko vom Nordlandblog

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