Grandenborn

23. Juni 2020 – Von Isernhagen nach Grandenborn

Wir haben uns gut vorbereitet auf unsere erste längere Tour mit dem eigenen Wohnmobil. Mithilfe unserer Erfahrungen mit geliehenen Wohnmobilen haben wir unser Gefährt in den letzten Wochen hoffentlich perfekt eingerichtet. Unsere Packliste inklusive vieler hilfreicher Tools findet ihr hier!

Nachdem wir beide noch tagsüber gearbeitet haben, starten wir am Nachmittag in Richtung Süden. Natürlich darf ein Selfie vom Start zu unserer ersten Reise mit dem eigenen Wohnmobil nicht fehlen!

Die nicht enden wollende Baustelle zwischen Hildesheim und Göttingen raubt uns bereits zu Beginn unserer Reise den letzten Nerv! Unser erstes Etappenziel ist Grandenborn in der Nähe von Eschwege. Das kleine Kaff inmitten einer von Landwirtschaft geprägten hügeligen Landschaft ist berühmt für seine Mohnblumenblüte, kein gewöhnlicher Klatschmohn, sondern riesige Felder voller Schlafmohn!

Am Ortsrand gibt es einen kostenlosen Stellplatz, lediglich für die Toilettenbenutzung und Versorgung mit Strom und Wasser wird eine Gebühr von 7 € erhoben. Leider sind die Toiletten verschlossen und auch der Stromanschluss ist zunächst nicht aktiviert – entweder ist die Mohn-Saison noch nicht eröffnet oder die Einschränkungen sind noch immer der Corona-Pandemie geschuldet. Später am Abend kommt eine Mitarbeiterin der Gemeinde, kassiert 5 € und aktiviert den Stromanschluss.

Im benachbarten Gasthaus Teichhof sitzt man gemütlich an einem Teich, in dem einige exotische Enten heimisch sind – unbeachtet von den anderen Gästen, uns ambitionierten Birdern fällt das ungewohnte Federvieh natürlich sofort auf. Wir bestellen leckere hausgemachte „Mohnwurst“ mit Kohlrabi und jungen Kartoffeln, sehr reelle und kostengünstige Hausmannskost!

Natürlich darf ein kleiner Verdauungsspaziergang durch die Umgebung nicht fehlen und wir stellen fest, dass der Schlafmohn leider noch nicht richtig blüht. Trotzdem beschließen wir, morgen früh eine der auf einem Hinweisschild beschriebenen Mohn-Runden zu laufen.

24. Juni 2020 – Von Grandenborn zum Hainich Nationalpark

Es fühlt sich richtig gut an, im eigenen Wohnmobil aufzuwachen! Erst einmal wird ausgiebig gefrühstückt, bevor wir den gut vier Kilometer langen Mohnwanderweg begehen. Wie erwartet sind auf den Feldern nur vereinzelt Schlafmohn-Blüten zu entdecken. Die Wirtin des Teichhofs sagte uns, dass der Mohn dieses Jahr sehr spät dran sei. Die Blütezeit wird erst für Ende Juni erwartet. Irgendwie erinnert uns das Ganze an unsere letztjährige Wohnmobiltour durch die Provence, wo wir der Lavendelblüte hinterher gehechelt sind, aber eigentlich immer etwas zu früh dran waren. Dennoch ist die Runde auf dem Wanderweg 1 wunderschön, zumal üppige Blumenwiesen den Wegesrand umrahmen: Malven, Ringelblumen, Boretsch, Hahnenkamm und natürlich jede Menge Klatschmohn ergeben ein kunterbuntes Ensemble.

Nach einer ausgiebigen Foto-Session kaufen wir noch in der hervorragenden Schlachterei des Teichhofes ein und steuern anschließend das nahe Eisenach an, um die berühmte Wartburg zu besuchen. Wie kaum eine andere Burg ist die Wartburg mit der deutschen Geschichte tief verwurzelt. So hielt sich Martin Luther hier versteckt und übersetzte 1521/22 das Neue Testament. Der Eintritt in das alte Gemäuer kostet stolze 12 €.

Große Teile der heutigen Wartburg wurden im 19. Jahrhundert erbaut. Natürlich haben zahlreiche Exponate direkten Bezug zu seinem wohl berühmtesten Bewohner, Martin Luther, auch seine Kammer ist in rekonstruierter Form zu bewundern.

Stellplatzbewertung Womo-Stellplatz am Festplatz

Ort: Grandenborn

Art des Stellplatzes: Womo-Stellplatz

Kosten: frei

Verfügbar: Strom, Wasser (gegen Gebühr 7,– €), WC, Entsorgung

Nicht verfügbar: Dusche

Bewertung Lage: 2

Bewertung Ruhe: 1

Bewertung Sanitäranlagen: entfällt

Mobilfunknetz: E

Galerie

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