North Coast 500 / 3 - West

1.06.2022 – Von Kinlochbervie nach Tarbet/Handa Island – (44 Km)

Das schmale Sträßchen von Kinlochbavie hinauf zur NS 500 ist unbeschreiblich schön. Ein lauschiges Loch schmiegt sich in einer idyllischen Hügellandschaft an das nächste. Fast fühlt es sich an wie ein Roadtrip durch die Seenlandschaften Norwegens.

Heute haben wir endlich Kaiserwetter, angenehme Temperaturen und strahlend blauer Himmel verwöhnen uns; genau das richtige Wetter für die geplante Unternehmung des heutigen Tages. Wir wollen auf die Vogelinsel Handa Island. Eine schmale Single Track Road windet sich hinab zum winzigen Hafenweiler Tarbet. Hier sollte nach Möglichkeit kein größeres Fahrzeug entgegenkommen, da die Ausweichbuchten klein und eher dünn gesät sind. Um 10 Uhr ist der kleine Parkplatz schon ziemlich voll, wir finden aber für unser großes Wohnmobil gerade noch eine Lücke, in die wir rückwärts mit Überstand auf einer Wiese einparken können. Für größere Wohnmobile jenseits von 7,50 Meter dürfte dieser Ort schwierig befahrbar sein.

Am Fähranleger kaufen wir die Tickets für die Überfahrt (20,– £), die in einem kleinen Schlauchboot stattfindet. Das Boot folgt keinem Zeitplan, sondern fährt ab, wenn es voll ist. Auf Handa Island landen wir an einem Traumstrand an, der einem Karibikstrand in nichts nachstehen dürfte: Kristallklares, türkisfarbenes Wasser, schneeweißer Sand! Ein Volunteer des Scottish Island Trusts nimmt uns in Empfang und erteilt uns eine kurze Einweisung. Es gibt auf der Insel einen 6,5 Kilometer langen Rundweg, den die meisten Besucher absolvieren.

Bereits nach wenigen Metern stehen wir Moorschneehühner, ein Paar mit niedlichen kleinen Chicks, die so im Gras versteckt sind, dass man sie kaum erkennen, geschweige denn fotografieren kann! Die schottische Variante dieser Hühner ist rotbraun gefärbt kommt ausschließlich auf den britischen Inseln vor. Anderenorts sind diese Hühner je nach Jahreszeit mehr oder weniger weiß weiß gefärbt, da sie üblicherweise in Schnee bedeckten Gegenden leben und auf diese Weise besser Fressfeinden gegenüber getarnt sind.

Die Puffin Bay ist gekennzeichnet durch ein mächtiges Kliff, in dem viele Vögel brüten, auch einige Papageientaucher sind darunter. Der weitaus interessantere Beobachtungspunkt mit sehr viel mehr Vögeln in der Steilwand folgt kurz darauf, der Great Stack, ein hoher Sandstein Turm, der aus dem Wasser ragt. 

Wir beobachten Papageientaucher-Küken, die mittlerweile fast genauso groß sind wie ihre Eltern und sich aus ihren Erdhöhlen herausgewagt haben. Nun stehen sie an der Kliffkante und wollen von den Eltern mit Futter versorgt werden.

Auf den moorigen Wiesen brüten Große Raubmöwen (Skuas), die schon einmal in den Angriffsmodus übergehen können, wenn man ihren Nestern zu nahekommt. 

Die ganze Insel ist ein Landschaftsjuwel, das ihresgleichen sucht. Das Birding ist sicher nicht so spektakulär wie auf der Isle of May, dafür ist das kleine Eiland einfach unbeschreiblich schön! Immer wieder setzen wir uns irgendwo an den Rand des Kliffs und schauen einfach nur auf das Meer, ob mit oder ohne Vögel.

Am Fähranleger liegen wir noch eine Weile am Strand in der warmen Sonne, bevor uns das kleine Schlauchboot wieder zurück nach Tarbet bringt. Wir fragen im kleinen Shorehouse Restaurant am Hafen nach, ob spontan ein Tisch für uns frei sei. Tatsächlich haben wir Glück und bestellen fangfrischen Lobster, dazu ein „Puffin Ale“ von den Orkney Inseln – was geht´s uns gut!

Der freundliche Restaurantbesitzer erlaubt uns auf Nachfrage sogar, mit unserem Wohnmobil auf dem Parkplatz zu übernachten – das nehmen wir dankend an. Das freie Übernachten ist hier untersagt, es sei denn man erhält die ausdrückliche Genehmigung. Nachdem der letzte Gast vom Parkplatz gefahren ist, verfällt der kleine Hafen von Tarbet in einen Dornröschenschlaf, bis morgen früh, dann kehren die naturverbundenen Gäste zurück, die sich wieder für einen halben Tag auf das idyllische Eiland schippern lassen. Bei einem Sundowner auf dem Kliff und immer noch lauen Temperaturen geht die Sonne allmählich über Handa Island unter.

Stellplatzbewertung Parkplatz Tarbet Harbour

Ort: Tarbet, 58.3895, -5.1432

Art des Stellplatzes: Parkplatz

Kosten: —

Verfügbar: WC (öffentlich)

Nicht verfügbar: Strom, Dusche, Trinkwasser, Entsorgung

Bewertung Lage: 1+

Bewertung Ruhe: 1

Bewertung Sanitäranlagen: 3 (öffentlichesWC)

Mobilfunknetz: kein Netz

2.06.2022 – Von Tarbet  zur Almevich Bay – (69 Km)

Welch grandiose Landschaft durchfahren wir heute Morgen auf dem Weg nach Süden! Lauschige Seen umrahmt von sanften Hügeln. Auf der kleinen Insel Garbh Eilean, die von der NC 500 überquert wird, machen wir eine kurze Pause und genießen die Szenerie. Für Wohnmobilisten, die hier bleiben wollen, gibt es sogar einen sehr schöne Übernachtungsplatz, der bei Park4Night ausgewiesen ist.

Kurz darauf kann man von der NC 500 auf die Assynt Coastal Route, die B869, abbiegen. Diese Straße ist allerdings nichts für schwache Nerven und kann nur geübten Wohnmobilfahrern empfohlen werden. Steigung von bis zu 25 % sind auf einer schmalen und schlecht ausgebauten Single Track Road zu bewältigen, dazu beeinträchtigt auch noch Schotter den Grip der Reifen bei Anstiegen! Im lauschigen Weiler Drumbeg legen wir einen Stopp bei „Assynt Aromas by Mum & Son“ ein, wo ein liebevoll gestalteter Garten zum Kaffeetrinken einlädt und selbst gefertigte Seifen und Kosmetika erworben werden können. Ein paar Meter weiter bietet der Drumbeg Store, ein reizender kleiner Tante-Emma-Laden, unter anderem leckeren Bio-Käse an.

Wir haben über Lochinver gelesen, es sei eine kulinarische Hochburg der Gegend – davon können wir auf den ersten Blick nicht viel erkennen mit einer Ausnahme: Das Pie-Snack-Restaurant Lochinver Larder ist unbedingt einen Besuch wert! Hier werden unterschiedlichste Pies angeboten, herzhaft oder süß, ganz nach Belieben. Ich entscheide mich für eine Pie gefüllt mit Haggis, so etwas wie die schottische Nationalspeise. Zugegeben, die Bestandteile dieses Gerichtes klingen nicht gerade verlockend, denn es wird aus Innereien vom Schaf, unter anderem Zunge, Herz, Lunge und Leber zubereitet.

Optisch erinnert Haggis an eine Grützwurst. Man muss sich einfach öffnen für die Spezialitäten des Landes, das man bereist, auch wenn manch eine Speise noch so merkwürdig klingen mag, und ich finde Haggis ehrlich gesagt sogar sehr lecker!

Wir haben aufgrund des perfekten Wetters entschieden, heute mal einen halben Strandtag einzulegen. Da kommt uns die nahe Achmelvich Bay gerade recht, denn sie wurde jüngst zu einem der schönsten Strände Schottlands gewählt. Der traumhaft gelegene Campingplatz ist leider „fully booked“, es gibt jedoch einen Ausweich-Stellplatz wenige Meter entfernt, allerdings ohne jegliche Facilities. Der engagierte Besitzer Colin erklärt, er wolle den Platz noch dieses Jahr zu einer kompletten Campingsite mit allen notwendigen Facilities ausbauen. Wir sind autark, also kein Problem, auch wenn 20 Pfund für einen Stellplatz ohne jegliche Einrichtung schon ambitioniert sind, hier macht es dann einfach die Lage.

Auf direktem Weg laufen wir zum Achmelvich Beach, nicht zu verwechseln mit der „Achmelvich Bay“. Die meisten Besucher gehen wohl hier baden, da der Parkplatz nahe bei ist. Zum „Beach“ muss man indes ein paar Hundert Meter durch die Dünen laufen. Aber es lohnt sich, denn die Bucht ist wie gemalt, genau richtig für unser Strand-Intermezzo. Im Hintergrund erhebt sich der Berg Suilven (731 m) – hier spielt der sehr empfehlenswerte Film „Edie*“, den wir allen Schottland Reisenden wärmstens ans Herz legen wollen.

Es ist der erste Abend in Schottland, an dem wir abends lange draußen sitzen und unser Dinner bei angenehmen Temperaturen genießen. Die Großwetterlage auch für die nächsten Tage ist vielversprechend.

Stellplatzbewertung Stellplatz Achmelvich Bay

Ort: Achmelvich Bay, 58.1696, -5.3054

Art des Stellplatzes: Stellplatz

Kosten: 20,– £ (ohne Strom)

Verfügbar: Strom (5,– £, eine Entnahmestelle verfügbar), Trinkwasser

Nicht verfügbar: Dusche, WC, Entsorgung

Bewertung Lage: 2

Bewertung Ruhe: 2

Bewertung Sanitäranlagen: —

Mobilfunknetz: E – max. 3G (schwankend)

3.06.2022 – Von Achmelvich Bay zum Firemore Beach (156 km)

Als erstes steuern wir morgens den Hafen von Lochinver an, um beim dortigen Wohnmobil Stellplatz „Assynt Leisure Cludgy“ Grau- und Schwarzwasser zu entsorgen. Wir wundern uns, dass selbst an diesem unwirtlichen Ort inmitten eines Industriegebietes mit Öltanks in der Nachbarschaft Wohnmobilisten übernachtet haben! Für die Entsorgung von Schwarzwasser wird eine happige Gebühr von 9,– £ verlangt.

Weiter fahren wir zum Ardvreck Castle, dessen Geschichte weit bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Eine Menge Legenden ranken sich um das alte Gemäuer. So sollen die MacLeods, Erbauer des Castles, einen Pakt mit dem Teufel geschlossen haben. Der Teufel habe sich für den Bau der Burg angeboten, im Gegenzug soll er das Versprechen erhalten haben, eine der Töchter der MacLeods zu ehelichen. Als der Bau fertig war, der Teufel seinen Lohn verlangte, stürzte sich die Tochter aus Gram vom Turm in den Tod! 1795 traf ein einziger Blitz die Burg und ließ sie in sich zusammenstürzen. Die Lage des Castles auf einer winzigen Halbinsel ist absolut bemerkenswert.

Nun ist es nicht mehr weit bis Ullapool, dem Fährhafen für die Äußeren Hebriden. Wir laufen entlang der Shore Street am Hafen, wo sich eine schöne Häuserzeile mit einigen Souvenirläden an der Mole befindet. Hier kann man die bekannten Harris Tweets von der gleichnamigen benachbarten Hebrideninsel erwerben. Ich gerate nicht in Versuchung, ein Heidengeld für den edlen Zwirn auszugeben, da es absolut nicht mein Kleidungsstil ist.

Es gibt eine kulinarische Institution in Ullapool, an der man einfach nicht vorbeigehen kann: Das Seafood Shack! Hier soll es das beste Seafood der ganzen Gegend, wenn nicht ganz Schottlands geben! Dementsprechend lang ist die Schlange vor dem kleinen Take-Away Wagen! Man muss schon ein bisschen Zeit mitbringen, wenn man hier zum Zuge kommen möchte. Wir stellen uns geduldig an, da wir den legendären gebackenen Haddock (Schellfisch) unbedingt testen wollen. Leider sind die frittierten Scallops heute nicht im Angebot. Der gebackene Haddock wird in einem Wrap mit Salatbeilage angerichtet, zuvor gönnen wir uns ein paar sehr frische Austern.

Auf dem Rückweg zum Wohnmobil kaufen wir noch frischen Fisch bei D.M. Seafoods, frische Scallops und Thunfisch (letzterer stammt allerdings nicht aus britischen Gewässern!)

Auf dem weiteren Weg entlang der NC 500 beeindrucken die haushohen Rhododendron Hecken, die überall am Straßenrand wuchern wir Unkraut. Auf einem Parkplatz am Loch Broom machen wir eine Kaffeepause. Wir entdecken auf dem Wasser in weiterer Entfernung einen Mittelsäger und ein seltenes Prachttaucher Pärchen, mal wieder eine Erstsichtung für uns! Die Beweisfotos sind aufgrund der Entfernung natürlich nicht überragend.

Unser heutiger Übernachtungsplatz ist abseits der ausgetretenen Touristenpfade gelegen, der Firemore Beach am Loch Ewe, der seinen Namen durch den feinen roten Sandstrand erhalten hat. Auf der kleinen, abgeschiedenen Halbinsel gibt es einen traumhaften Stellplatz ohne jegliche Einrichtungen direkt am Strand. Die zehn Pfund werden in einer kleinen Box bei der Einfahrt entrichtet. Wieder wundern wir uns darüber, dass hier zahlreiche Zelte und auch VW-Busse ohne Toilette stehen. Wo verrichten diese Camper nur ihre Geschäfte? Nicht darüber nachdenken lautet die Devise, denn die Antwort dürfte eindeutig sein! Da wir bewegungshungrig sind, laufen wir das Sträßchen einige Kilometer hinauf. Hier stehen lediglich noch ein paar Ferienhäuser, ansonsten ist Natur pur angesagt.

Neben uns steht ein netter Schotte aus der Nähe von Inverness, mit dem wir ins Gespräch kommen. Er fährt einen schmucken Hymer-Oldtimer, und wir stellen fest, dass er im selben Jahr erbaut wurde, in dem wir uns kennengelernt haben! Wir fühlen uns indes noch lange nicht wie Oldtimer!!!

Die lauschigen Temperaturen lassen ein Dinner vor dem Wohnmobil in dieser Traumkulisse zu. Wir bereiten die Scallops und den Thunfisch aus Ullapool zu, dazu ein frischer Sauvignon Blanc!

4.06.2022 – Firemore Beach

Strahlender Sonnenschein und ein Stellplatz in Premiumlage! Nichts liegt näher als spontan zu entscheiden, heute einfach an diesem großartigen Ort stehen zu bleiben. So chillen wir den ganzen Vormittag am Wohnmobil, halten ein Schläfchen, lesen, laden Fotos von hoch oder genießen einfach das Nichtstun! Erst gegen Nachmittag raffen wir uns zu einer schönen Runde, auf der Corinna am Strand Jakobsmuscheln sammelt. Wir genießen es, auch einfach einmal nichts zu unternehmen und nur die grandiose Umgebung auf uns wirken zu lassen. Die Firemore Campsite wählen wir spontan zum „Sieger“ unserer diesjährigen Schottland Tour!

Stellplatzbewertung Firemore Campsite

Ort: Firemore Beach, 57.8314, -5.6821

Art des Stellplatzes: Stellplatz

Kosten: 10,– £

Verfügbar: —

Nicht verfügbar: Strom, Dusche, WC, Trinkwasser, Entsorgung

Bewertung Lage: 1+

Bewertung Ruhe: 1

Bewertung Sanitäranlagen: —

Mobilfunknetz: 3G – LTE

5.06.2022 – Von Firemore Beach nach Shieldaig (81 Km)

Schweren Herzens trennen wir uns von unserer fantastischen Campsite am Firemore Beach mit einem Frühstück vor dem Wohnmobil.

Unser nahes Ziel ist der Inverewe Garden, der wohl schönste Garten Schottlands. Am Eingang begrüßt uns eine Voluntärin und gibt uns Erläuterungen. Der Eintritt sei heute Morgen frei, da das Informationscenter nicht geöffnet sei, dafür werde aber eine Spende in die Donation Box empfohlen, was wir selbstverständlich sofort in die Tat umsetzen.

Schon die ersten Meter im Garten sind ein „Angriff auf die Sinne“: Üppige Blumenbeete in den schillerndsten Farben, ein intensiver Blütenduft schwängert die Luft, unzählige Insekten huschen von Blüte zu Blüte und geben dabei ein unentwegtes Gesumme von sich.

Prunkstück der Gartenanlage sind mit Sicherheit die unzähligen Azaleen- und Rhododendron Büsche, die größtenteils uralt und haushoch sind. Allein vierhundert verschiedene Rhododendron Arten können im Garten bestaunt werden. Der Garten wurde 1862 von der Familie McKenzie auf unfruchtbarem Land angelegt. Am Hang wurden bewusst hohe widerstandsfähige Bäume und Sträucher wie Korsische Kiefern, Douglasien oder Rhododendren gepflanzt, um einen Windschutz zu errichten. Dadurch konnte ein mildes Mikroklima für den darunter liegenden Garten erzeugt werden, auch positiv beeinflusst durch den vorbeiziehenden Golfstrom.

Übrigens wird der Rhododendron anderenorts in Schottland als invasive Art angesehen, die andere heimische Pflanzen verdrängt. Dort wird den Rhododendren aus ökologischen Gründen der Kampf angesagt!

Später baute die Familie McKenzie dann so viele exotische Pflanzen wie möglich an, darunter Exemplare aus China, Nepal und Indien bis hin zu Himalaya-Mohnblumen und tasmanischem Eukalyptus. Der Inverewe Garden erinnert uns ein kleines bisschen an Kirstenbosch in Kapstadt.

Wir sind sehr froh, bereits um 10 Uhr zur Öffnung des Gartens hier gewesen zu sein, denn als wir den Parkplatz verlassen, rollen die ersten Busladungen heran. Wir fahren nach Gairloch, um unsere Tanks zu entleeren bzw. zu befüllen. Im Hafen gibt es eine kostenlose Versorgungsstation für Wohnmobile, ein Obolus in die Donation Box wird erwartet.

Nächster Stopp ist an den Victoria Falls am Loch Maree – bei diesem großen Namen können wir nicht widerstehen. Wer jemals vor den Falls in Simbabwe gestanden hat, hält dieses Rinnsal allerdings für einen müden Scherz. Immerhin können wir uns auf dem 500 Meter langen Rundweg ein wenig die Füße vertreten.

Im Loch Maree Island Nature Reserve auf einem Wanderparkplatz legen wir eine kurze Mittagspause ein. Hier beginnen auch einige interessante Wanderwege, die allerdings nicht auf unserem Plan stehen. 

Die NC 500 zweigt bei Kinlochewe nun ab in ein Tal, in dem der malerische River Torridon fließt. Die Single Track Road ist stark befahren, so dass wir alle Nase lang in den zahlreichen Passing Places ausweichen müssen, um den entgegenkommenden Verkehr passieren zu lassen. Von hier aus kann man den Beinn Eighe Gipfel besteigen, Namensgeber für das gesamte Nature Reserve.

An der Küste erreichen wir den kleinen Weiler Shieldaig. Hier gibt es einen reizenden kleinen Campingplatz mit 20 Stellplätzen, wo wir uns spontan noch für die Nacht einbuchen können. Natürlich müssen wir uns noch ein bisschen bewegen und laufen hinunter in den winzigen Ort, der nur aus einer einzigen Häuserreihe am Meer besteht. In der urigen Shieldaig Bar gönnen wir uns einen Pint Ale, bevor wir zum Abschluss des Tages eine wundervolle Runde über die vorgelagerte Halbinsel drehen. Trotz der lauen Temperaturen können wir unser Dinner nicht draußen einnehmen, da wir von Midges, den gefürchteten kleinen beißenden Insekten der Highlands Schottlands, geradezu aufgefressen werden.

Stellplatzbewertung Shieldaig Camping & Cabins

Ort: Shieldaig

Art des Stellplatzes: Campingplatz

Kosten: 26,–

Verfügbar: Strom (4,50 £), Dusche, WC, Trinkwasser, Schwarz- und Grauwasser Entsorgung, Waschmaschine

Nicht verfügbar: —

Bewertung Lage: 1

Bewertung Ruhe: 1

Bewertung Sanitäranlagen: 1-2

Mobilfunknetz: kein Netz, W-Lan verfügbar

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