Anreise nach Kroatien

25. Mai 2021 – Von Isernhagen nach Hammelburg – 330 km

Nach einem für uns beide arbeitsreichen Tag machen wir uns nachmittags auf die ersten Kilometer in Richtung Süden. Die A 7 ist mit seinen nicht enden wollenden Baustellen gewohnt unangenehm zu fahren, jedoch mussten wir uns gegen die in der Regel stressfreiere Route über die A 9 entscheiden, da in Sachsen die Öffnung der Stellplätze aufgrund der noch immer relativ hohen Corona-Inzidenz nicht so weit fortgeschritten ist wie in Bayern. Unser heutiges Ziel ist der städtische Wohnmobil Stellplatz in Hammelburg, direkt am Ufer der Fränkischen Saale gelegen. Das nette Kleinstädtchen präsentiert sich uns bei acht Grad und Nieselregen alles andere als einladend und frühsommerlich. Wir lassen uns dennoch nicht unsere Urlaubsstimmung verderben und stoßen mit einem leckeren Frühburgunder von der Ahr vom Weingut Kreuzberg, einem unserer „Stamm-Lieferanten“ für Spätburgunder Wein, auf unseren bevorstehenden Urlaub bei ganz sicher angenehmeren Temperaturen an.

Am Abend lässt der Regen nach, so dass wir zur blauen Stunde noch einen kleinen Spaziergang in Hammelburg unternehmen. Das gegenüberliegende Kellereischloss und die imposante Kirche „Johannes der Täufer“ spiegeln sich malerisch in einem davorliegenden kleinen Weiher. Da aufgrund der Pandemie noch alle touristischen Restaurants und Kneipen geschlossen sind, scheint in Hammelburg der „Hund verfroren“ zu sein.

Stellplatzbewertung Womo-Stellplatz Hammelburg

Ort: Hammelburg

Art des Stellplatzes: Womo-Stellplatz

Kosten: 4,– €

Verfügbar: Strom (gegen Gebühr 0,50 €/kwh), Wasser, Entsorgung, WC

Nicht verfügbar: Dusche

Bewertung Lage: 2

Bewertung Ruhe: 3-4 (Landstraße und Brücke in Hörweite)

Bewertung Sanitäranlagen: 3

Mobilfunknetz: LTE

26. Mai 2021 – Von Hammelburg nach Altenmarkt (Österreich) – 520 km

Auch am Morgen gibt das Ensemble von Schloss und Kirche vor dem Weiher ein tolles Fotomotiv ab, auch wenn die Fassade des Schlosses derzeit von einem Baugerüst umgeben ist.

Nach dem Frühstück im Wohnmobil mit leckeren frischen Brötchen aus der nahe gelegenen Bäckerei Emmert fahren wir im strömenden Regen nach Ingolstadt. Während Corinna im „Village-Outlet“ eine kurze Shopping-Tour macht (die aufgrund der Corona-Bürokratie allerdings eher frustrierend ausfällt), arbeite ich ein paar Stunden im Wohnmobil. Die zweite Etappe des heutigen Tages führt uns an München vorbei in Richtung Salzburg.

An einer Raststätte kaufen wir eine Go-Box, die in Österreich für Wohnmobile über 3,5 Tonnen obligatorisch ist, wenn man Autobahnen und Schnellstraßen benutzen möchte. Die Mindestaufladung beträgt 80 € im Pre-Paid Verfahren, davon gehen 5,– € für die Go-Box direkt vom Guthaben  herunter. Anschließend muss die Box an die Windschutzscheibe geklebt werden. In Österreich gibt es in Coronazeiten eine „Pre-Travel-Clearance“-Pflicht, das heißt, alle Einreisenden müssen sich online registrieren. Ein negativer Test, eine überstandene Corona-Infektion oder eine Erstimpfung, die mindestens drei Wochen zurückliegt, ist Voraussetzung.

Seit München regnet es nicht mehr und die Temperaturen steigen kontinuierlich. Der Grenzübertritt nach Österreich ist unproblematisch – wir werden ohne Kontrolle durchgewunken. Bei immerhin 16 Grad Celsius erreichen wir gegen Abend unser nächstes Etappenziel, den Wohnmobilstellplatz Kellerbauer in Altenmarkt im Pongau (nicht zu verwechseln mit dem bei Google Maps eingetragenen gleichnamigen Stellplatz im benachbarten Werfen, der überhaupt nicht existiert!).

Alte Erinnerungen werden wach, da wir in diesem Tal sehr häufig in Schladming Ski gefahren sind! Der Stellplatz ist extrem ruhig gelegen und von einer traumhaften, schneebedeckten Bergkulisse eingerahmt. Die netten Betreiber meinen, es handele sich hierbei um gerade erst gefallenen Neuschnee (… und das Ende Mai!!!).

Heute Abend steht noch ein besonderes Ereignis auf unserem Programm: Der erste Indoor-Restaurantbesuch nach acht Monaten Corona Lock-Down, was fotografisch natürlich festgehalten werden muss! Das Restaurant Römerkeller ist jetzt nicht gerade ein Gourmettempel, dennoch genießen wir die recht ordentliche Pizza in vollen Zügen. Und die extrem nette Bedienung ist offensichtlich ebenso begeistert wie wir, dass Pandemie bedingte Schließungen von Restaurants nun hoffentlich ein für alle Mal der Vergangenheit angehören.

Stellplatzbewertung Womo-Stellplatz Kellerbauer

Ort: Altenmarkt (Österreich)

Art des Stellplatzes: Womo-Stellplatz

Kosten: 18,– €

Verfügbar: Strom, Wasser, Entsorgung, WC

Nicht verfügbar: Dusche

Bewertung Lage: 1

Bewertung Ruhe: 1

Bewertung Sanitäranlagen: 2

Mobilfunknetz/W-Lan: kostenloses W-Lan / LTE

Sonstiges: Brötchenservice

27. Mai 2021 – Von Altenmarkt nach Senj –  380 km

Morgens befinden wir uns alsbald wieder auf der Autobahn. Die Mautgebühr auf der Strecke zwischen Salzburg und Villach beträgt inklusive Tunnelgebühr knapp 60,– € one-way. Beim Grenzübertritt nach Slowenien hinter dem Karawankentunnel finden ebenfalls keine Kontrollen statt, so dass wir auf direktem Weg die erste Darsgo-Verkaufsstation für die Autobahngebühr ansteuern. Da wir bereits zu Hause online 50,– € aufgeladen haben, müssen wir mit dem zuvor ausgedruckten Formular lediglich noch die Box gegen eine Gebühr von 10,– € abholen. Auf den slowenischen Autobahnen ist ebenfalls entspanntes Fahren angesagt. Hinter Postojna endet die Autobahn und wir quälen uns über eine ziemlich schlechte Landstraße bis zum Grenzübertritt nach Kroatien in Rupa.

Unsere zu Corona-Zeiten verpflichtende Reiseankündigung inklusive Hochladen der Impfbestätigung (bzw. der Bestätigung über einen maximal 48 Stunden alten negativen Covid-Schnelltest) haben wir bereits online von zu Hause durchgeführt und sollten mit dem ausgedruckten Formular eigentlich die schnelle gelbe Spur an der Grenze befahren dürfen. Die dazugehörigen Zollstation ist jedoch unbesetzt, so dass sich alle Fahrzeuge in einer Spur einreihen müssen. Bei der Kontrolle will der Polizist indes nichts von dem vorab ausgedruckten Formular wissen und fragt anstatt dessen noch einmal nach dem Covid-Test Zertifikat. Wir sind natürlich vorbereitet und können ungehindert einreisen. Verglichen mit „normalen Zeiten“ erscheint das gesamte Grenzübertritts-Procedere etwas mühsam, aber am Ende ist alles halb so schlimm, wenn man sich im Vorfeld ausreichend informiert.

Es ist nun nicht mehr weit bis Rijeka, wo wir auf die Adria-Magistrale stoßen, die nicht zu Unrecht zu den schönsten Straßen Europas gezählt wird. Sie führt unmittelbar am azurblauen Mittelmeer entlang. Da wir in Senj einen Campingplatz ansteuern, der im Umeld keinerlei Einkaufsmöglichkeit bietet, kaufen wir im gut sortierten Spar-Supermarkt in Selce für die nächsten Tage ein.

Fortsetzung in Kürze!

2 Comments

  • Diana Czöpitz

    Sehr interessante Informationen. Wir werden Mitte Juni nach Kroatien und Montenegro fahren. Bin gespannt ob sich viel in Kroatien verändert hat, wir waren das letzte Mal vor 15 Jahren da.

  • Kasparek Heinz

    Danke für die interessanten Infos. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt. Möchte vielleicht die Tour nachfahren, wenn es heuer mit der Nordsee nicht klappt. Vielleicht nächste Tour.

Wir freuen uns über deinen Kommentar. Wenn du über neue Einträge informiert werden willst, klicke den Button unter dem Kommentarfeld. Wir freuen uns auch, wenn du uns bei Facebook, YouTube oder Instagram folgst.