Reisevorbereitung

Es gibt im Internet nicht allzu viele Berichte über individuelle Reisen in Ecuador und den Galapagos Inseln. Mit unserem Reisebericht möchten wir unsere Leser ermutigen, eine Reise auf eigene Faust in dieses faszinierende Land zu unternehmen und insbesondere auch unsere Erfahrungen bei der Vorbereitung weitergeben.

Reiseplanung:
Ecuador und die Galapagos-Inseln – schon lange träumen wir von dieser Reise und nun setzen wir sie in die Tat um. Auf dem Festland haben wir drei Schwerpunkte, das abgelegene Intag Tal bei Otavalo, den Nebelwald rund um Mindo – dort finden sich exellente Birding-Spots – und schließlich die Straße der Vulkane von Cotopaxi bis zum Chimborazo. Von Guayaquil aus fliegen wir dann auf die Galapagos Inseln.

Es ist empfehlenswert, den Aufenthalt auf Galapagos als erstes zu planen, zumindest wenn man wie wir die Inseln von einer kleinen Yacht aus erkunden möchte. Über Last Minute Angebote (frühestens ca. zwei Monate im Voraus buchbar), fleißige Recherche und kluges Buchen kann man bei den Angeboten gut und gerne 50 Prozent und mehr sparen, dennoch bleiben die Galapagos-Inseln in jedem Fall ein extrem teures Reiseziel. Am günstigsten wird es natürlich ein bis zwei Wochen vor der geplanten Abfahrt oder gar unmittelbar vor Ort bei den Agenturen Quitos und auf Santa Cruz. Diese Strategie ist uns allerdings zu heikel, schließlich haben wir klare Vorstellungen von unserer Tour. Zu Reisezeiten in der Nebensaison kann die Buchung vor Ort jedoch eine sinnvolle Option darstellen!

Wie findet man nun aber die richtige Yacht? Das Angebot ist ziemlich unübersichtlich! Also sollte man sich zunächst überlegen, was einem besonders wichtig ist. Für uns sind dies in erster Linie die Route, der Guide, die Yacht-Größe und natürlich auch der Preis! Wir entscheiden uns schließlich für ein Angebot der Fragata, die zwischen Tourist-Superior und First Class eingestuft ist und über acht Kabinen für maximal 16 Gäste verfügt.

Die Route C der Fragata ist unserer Meinung nach die wohl beste Itinerary überhaupt und enthält unter anderem die Inseln Espanola und Genovesa.

Espanola war für uns ohnehin gesetzt, da hier zu unserer Reisezeit der Paarungstanz der Albatrosse beobachtet werden kann. Auf der Fragata sind die Landtouren auf den bewohnten Inseln, wie zum Beispiel zur Darwinstation auf Santa Cruz, der „Wall of Tears“ auf Isabella oder dem Interpretation-Center auf San Christobal, auf ein Pflicht-Minimum reduziert. Diese Orte kann man sehr einfach individuell erreichen und benötigt dafür keine teure Kreuzfahrt. Beim Guide scheiden sich häufig die Geister zwischen den gut und weniger gut geführten Schiffen. Auf der Fragata erhalten die Guides in den einschlägigen Foren relativ gute Kritiken.

Die Fragata, benannt nach dem Galapagos Fregattvogel, kann direkt über den Besitzer gebucht werden. Dadurch entfällt die teilweise recht happige Vermittlungsprovision der Fremdagentur. In unserem Angebot, bei dem wir unser gesetztes Preislimit von 2.500 $ p.p. auf den Punkt einhalten, ist sogar die teurere Kabine auf dem „Upper Deck“ bereits enthalten. Die oberen Kabinen verfügen über große Außenfenster, und zudem ist der Maschinenlärm im Gegensatz zu den unteren Kabinen deutlich leiser. Wer es günstiger haben will, wählt einfach die weniger komfortable Golondrina vom selben Betreiber (ca. 500,– $ p.p. günstiger), die mit der Fragata gemeinsam auf Tour ist und somit auch die selbe Route anbietet. Der Flug auf die Inseln ist obligatorisch über Tierra Verde zu buchen (475 $, ansonsten 50 $ Aufpreis p.p.bei Eigenbuchung). Tierra Verde ist absolut vertrauenswürdig und man muss keine Angst haben, wenn man einen solch hohen Betrag auf ein unbekanntes Konto in einem weit entfernten Land überweist!

Nach der Kreuzfahrt erkunden wir noch auf eigene Faust die Inseln Santa Cruz und Isabela, bevor es zurück nach Quito geht.

Unsere Reiseroute im Überblick:
19.-20.4.2018: Quito – Dolce Lobo Boutique Stay*
21.-23.4.2018: Intag Tal – El Refugio Cloud Forest Lodge*
24.-27.4.2018: Mindo – Mindo Lindo
28.4.2018: Cotopaxi – Chilcabamba Lodge*
29.-30.4.2018: Quilotoa Loop – El Vaquero Hostal*
1.-2.5.2018: Chimborazo – Chimborazo Lodge*
3.5.2018: Guayaquil – Casa Canelos*
4.-11.5.2018: Galapagos Cruise auf der Fragata
12.-15.5.2018: Isabela/Galapagos – The Wooden House*
16.-17.5.2018: Santa Cruz/Galapagos – La K-Leta Guest House*
18.5.2018: Quito – Posada Mirolindo*
19.5.2018: Rückflug

Unterkünfte:
Wir buchen die meisten Unterkünfte über Booking.com* im Voraus. Die Top-Unterkünfte auf den Galapagos Inseln oder an Hotspots wie dem Chimborazo sind in der Hauptsaison äußerst beliebte Unterkünfte, insofern ist eine Reservierung ratsam.

Update: Seit 1. November 2018 müssen Touristen bei der Einreise auf die Galapagos Inseln eine lückenlose Unterkunftsbuchung verpflichtend vorweisen können; ein Nachweis über eine Auslandskrankenversicherung ist hingegen nach wie vor nicht erforderlich, auch wenn die Medien häufig schon Gegenteiliges angekündigt haben. Wir haben alle Dokumente vorsichtshalber dabei, benötigen sie aber nicht.

Flugbuchung:
Die Flüge buchen wir bei KLM (tägliche Direktflüge von Amsterdam). Das Ticket kostet inklusive Zubringerflug ab Hannover rund 900,– €, zuzüglich 100,– € für die Auswahl von „Vorzugsplätzen“ auf den beiden Langstreckenflüge. Mit der Flying Blue Card gibt es eine Ermäßigung auf die Platzreservierung.

Mietwagen:
Ein Mietwagen ist in Ecuador verhältnismäßig teuer, für unsere ersten beiden Reisewochen auf dem Festland aber alternativlos, da er uns maximale Flexibilität garantiert. Wir buchen über Check24* einen 4×4 SUV (ca. 90 €/Tag) bei Avis. Nur hier besteht die Möglichkeit, das gebuchte 4×4 Fahrzeug im Stadtbüro und nicht am Flughafen zu übernehmen. Im Schadensfall besteht bei Check24* absolute Sicherheit, sofern man die Option einer Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung wählt.

Sinnvolle Reiseliteratur zur Vorbereitung und Begleitung:

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