Galapagos Cruise – Espanola

09. Mai 2018 – Española
Española ist die südlichste Insel des Archipels und gehört zu den sehr alten Inseln des Archipels (3 Mio. Jahr). Sie war für uns vor der Buchung ein gesetztes Ziel der Kreuzfahrt, da wir unbedingt die „Waved Albatrosse“ sehen wollten. Voller Vorfreude steuern wir mit dem Panga den Punta Suarez an. Hunderte von Marine Iguanas räkeln sich auf den schwarzen Felsblöcken in der Sonne. Sie sehen auf Española komplett anders aus, als auf den anderen Inseln. Sie werden auch „Christmas Tree Marine Iguanas“ genannt, da sie in der „Mating Season“ intensiv rot und grün gefärbt sind. Davon ist derzeit lediglich ein Rotschimmer an den Flanken am am Kopf übriggeblieben.

Natürlich haben auch wieder einige Seelöwen die Landungsmole okkupiert, so dass wir sie durch „in die Händeklatschen“ zur Seite komplimentieren müssen, um passieren zu können. Auch die endemischen Española Mockingbirds sehen wir, die größte aller Galapagos Mockingbird Arten!

Oder aber die dramatisch rot gefärbten Lava-Lizzards – merkwürdiger Weise tragen bei dieser Spezies die Weibchen die auffällige Farbe, während die wesentlich größeren Männchen unscheinbar dunkel gefärbt sind.

Unser Hauptinteresse gilt aber natürlich den Albatrossen, die Ende März hierher kommen und bis Anfang Dezember zur Aufzucht ihrer Brut verweilen. Dann sind die Jungtiere flugfähig und verlassen die Insel. Sie verbringen anschließend sechs Jahre auf hoher See, bevor sie zurückkehren und ihrerseits in einem ewig währenden Kreislauf einen Partner auf Espanola suchen.

Waved Albatross Paare sind monogam und bleiben in der Regel ein Leben lang zusammen. Der derzeit überall stattfindende Hochzeitstanz ist ein einzigartiges Erlebnis. Stundenlang beschnäbeln sich die Partner, er tanzt vor ihr auf und ab und stimmt ein nicht enden wollendes, heulendes Hochzeitslied an, das in unser Video zu erleben ist.

Stundenlang könnte man dem Schauspiel zusehen, doch die Zeit drängt, unsere Zeit auf Española ist, wie auf den anderen unbewohnten Inseln auch, begrenzt.

Die Steilküste auf Española wird als „Airport“ für die Albatrosse bezeichnet. Denn von hier aus starten sie ihre Flüge – dabei weisen sie eine imposante Spannweite von bis zu 2,40 Meter auf. Hier befindet sich auch das Hueco Soplador (Blow-Hole), eine bis zu zwanzig Meter hohe Wasserfontäne, die durch den Druck der Brandung auf einen kleinen Kanal in den Felsen entsteht.

Nach dem gestrigen anstrengenden Tag voller Aktivitäten, sind wir ganz froh, heute vor und nach dem Lunch Zeit zum Chillen an Bord zu haben. Die Gardner Bay ruft erst wieder um 14 Uhr. Erneut haben wir eine Wet-Landing an einem schneeweißen Puder-Sandstrand wie aus dem Bilderbuch! Unvermeidlich döst auch hier eine große Seelöwen-Kolonie am Strand. Corinna macht dem Seelöwen-Bullen in ihrem Wetsuite echte Konkurrenz, der straft sie allerdings mit Missachtung!

Natürlich gibt es wieder viele Dinge zu entdecken, wie zum Beispiel Austernfischer, die am Spülsaum auf fette Beute hoffen. Wir laufen die Gardner Bay hinunter bis zum Ende und betrachten erneut fasziniert grasende Marine Iguanas auf den aufgrund der Ebbe nahezu trocken liegenden und von Algen begrünten Felsen.

Die Schnorcheltour führt uns heute hinaus zu einem vorgelagerten Felsen. Unterwegs sichten wir einen Tiger-Snake-Eal und einen großen Hummer, der sich unter einem Felsvorsprung versteckt. In einer Höhle schlafen zwei White-tipped Reef Sharks auf dem Grund, mehr oder weniger auf einem riesigen Sting-Ray liegend. Erst durch unsere Bewegungen erwachen die Haie und schwimmen vor unserer Nase eine kleine Ehrenrunde. Später entdecken wir noch zwei große Sea Turtles, die auf dem Meeresboden grasen. Was für ein Glück wir erneut bei dieser Schnorcheltour haben!

Nach dem Abendessen macht sich unser Boot auf den Weg zu unserer nächsten Destination, Floreana Island, eine der vier bewohnten Inseln, die ungefähr sechs Stunden auf See von Española entfernt liegt.

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