Puerto Viejo

Wir verabschieden uns nach dem Frühstück von Miranda und Caas und fahren auf der Costanera Sur in Richtung Norden, bis Quepos, exakt die gleiche Route wie einige Tage zuvor auf unserer Tour nach Manuel Antonio. Hinter Quepos gleicht die Landschaft dem Bild südlich der Stadt: So weit das Auge reicht Palmölplantagen, die in Reihe und Glied angeordnet sind. So fahren wir ohne einzigen Stopp durch bis Jaco und betrachten aus der Entfernung die Skyline dieser Touristen Hochburg. Hier sind einige Bausünden an der Küstenlinie entstanden, hauptsächlich verursacht durch internationale Hotelketten wie Best Western oder Marriott. Der Strand Jacos soll allerdings sehr schön sein und zieht aufgrund der Brandung viele Surfer an. Wir interessieren uns nicht weiter für die Stadt und fahren weiter in Richtung Norden. Auf der Costanera Sur haben wir zahlreiche Polizeikontrollen durchfahren, die mit einer Laserpistole die Geschwindigkeit der Autofahrer kontrollieren. Hinter Jaco werden wir von einer solchen gestoppt. Der freundliche Polizeibeamte begrüßt uns erst einmal mit Handschlag und plaudert munter drauf los: Woher wir kommen, wohin wir wollen etc. etc.. Anhand meines Führerscheines stellt er fest, dass er fast am selben Tag Geburtstag hat! Offenbar haben wir nicht die Geschwindigkeit überschritten, so dass er uns eine weiterhin gute Fahrt wünscht. Wir gelangen zur berühmt berüchtigten Brücke bei Tarcoles. Dorthin werden Touristen scharenweise mit Bussen hingekarrt, um einen Blick auf die Krokodile zu erhaschen, die sich auf einer Sandbank im Fluss in der Sonne aalen. Früher wurden hier leichtsinnige Touristen gleich scharenweise Opfer von Autoknackern, Taschendieben oder gar Raubüberfällen. Mittlerweile hat sich die Situation entspannt, da ein Polizeiauto rund um die Uhr für Sicherheit sorgt. Dennoch gehen wir auf Nummer sicher. Ich steige alleine aus, während Corinna im Wagen bleibt. Auf der Brücke tummeln sich zahlreiche Touristen mit Fotoapparat bewaffnet, um das Spektakel festzuhalten. Wo bekommt man schon einmal in freier Wildbahn ohne großen Aufwand Krokodile aus nächster Nähe zu sehen. Um die vierzig bis zu sieben Meter lange Tiere tummeln sich auf der Sandbank und im Fluss. Die hautnahen Begegenungen mit Alligatoren in Florida vor zwei Jahren waren für uns deutlich aufregender! So setzen wir nach einigen Schnappschüssen unsere Fahrt fort.

Wenige Kilometer hinter der Brücke führt eine neue mautpflichtige Straße hoch ins Valle Cantral nach San Jose. Bis San Jose gibt es drei Mautstationen, insgesamt kostet die Strecke knapp 2.000 Col. (ca. 3 €). Die Ausschilderung in San Jose ist eine einzige Katastrophe, so dass wir uns erneut verfahren, unseren Fehler jedoch alsbald bemerken. Wir fahren auf direktem Weg in die Tacaori Lodge* laden unsere Sachen ab und machen uns auf ins Zentrum von Alajuela. Dort findet gerade um den Dom herum eine Fiesta mit Livemusik statt. Wir suchen uns ein kleines Restaurant in der Nähe des Doms und essen dort eine Kleinigkeit.

Wir wollen noch nach Sachi fahren, ein kleiner Ort vor den Toren Alajuelas, der komplett im Zeichen des Kunsthandwerks, insbesondere der Holzschnitzerei, steht. Zu beiden Seiten der Straße werden überwiegend handgefertigte Möbel feilgeboten, aber auch Souvenirjäger kommen zu ihrem Recht. Tagsüber werden Touristenbusse abgeladen, unter anderem am Plaza de la Artesania, einer kleine Mall mit kleinen Läden, in der schöne Möbelstücke aus edlem Holz, aber auch allerlei Kitsch angeboten wird, unter anderem die bunt bemalten traditionellen Ochsenkarren (Foto unten rechts). Wir kaufen einen handgeschnitzten Tukan aus Cocobollo Holz (Rosenholz). Man sollte sich schon nach der Herkunft der Waren erkundigen, da einige Souvenirs aus Tropenholz hergestellt werden und somit der Kauf zum Abholzen des Regenwaldes, selbst wenn es sich um Fallholz handeln sollte, beitragen könnte. Am Abend essen wir erneut im Mirador de Valle, wir bestellen Arroz con Mariscos, eine Art Paella mit Meeresfrüchten (5 €), eine recht überschaubare Portion, aber lecker. 

  1. April 2011

Früh morgens ist natürlich Birdwatching im schönen Garten der Tacacori EcoLodge* angesagt, ein Great Kiskadee, der zur Familie der Flycatcher gehört, drapiert sich malerisch auf einem Zweig voller bunter Blüten.

Beim Frühstück – es gibt wieder einen wunderbaren Früchteteller mit einer kunstvoll aufbereiteten Mango, übrigens einer neuen Art mit der Bezeichnung „Mora“, sehr süß, gelb und nicht so faserig wie die uns bekannten Sorten – berichten wir Nadine und Patrick über unseren Tripp durch den Corcovado Nationalpark. Die beiden sind sehr interessiert an unseren Erzählungen, wollen sie doch in Zukunft für ihre Gäste ebenfalls Touren auf die Osa Peninsula organisieren. Die Rückgabe unseres Autos bei Adobe ist völlig problemlos, wir können diese einheimische Autovermietung nur wärmstens empfehlen. Pünktlich um 10.55 Uhr rollt der Fahrer eines privaten Transportunternehmens auf dem Hof ein und stellt sich mit Henry vor. Ungefähr vierzig Minuten dauert die Fahrt zum Terminal Caribe, dem Omnibusbahnhof der Karibikküste. Es gibt noch weitere Busbahnhöfe in San Jose, die andere Richtungen ansteuern. Für die Organisation der Fahrt haben wir bei Gecko Trail Adventures zusammen 50 USD gezahlt. Natürlich kann man das Busticket auch selbständig buchen, dann kostet die Fahrt nach Puerto Viejo 4.500 Colones (knapp 7 €) – nicht gerade viel, wenn man berücksichtigt, dass die Fahrt normalerweise gut vier Stunden dauert. Da die Taxifahrt zum Busbahnhof ebenfalls rund 20 USD gekostet hätte, wäre die Ersparnis ohnehin gering gewesen.

An lebhaften Busbahnhöfen in Costa Rica sollte man gut auf seine sieben Sachen aufpassen – dies ist hier ebenso wie an allen anderen belebten Orten dieser Welt! Der Bus ist komplett ausgebucht und zunächst wird das Gepäck im Laderaum verstaut. Die Fernbusse sind modern und komfortabel. Pünktlich um 12 Uhr quält sich der Bus durch die verstopften Straßen San Joses, dabei haben wir noch Glück, dass heute die Semana Santa (Osterwoche) angebrochen hat und viele Ticos aus der Hauptstadt ans Meer zu einem Kurzurlaub fahren. Der Verkehr in der costaricanischen Hauptstadt, in der ca. 800.000 Menschen leben, ist normalerweise wesentlich chaotischer. Nach einer Stunde Fahrzeit stehen wir plötzlich auf der Passstraße im Stau, verursacht durch einen Truck Unfall.

Einspurig und nur sehr langsam quält sich der Verkehr an der Unfallstelle vorbei. Wir verlieren so eine halbe Stunde Zeit. Endlich, nach fast vier Stunden Fahrzeit, erreichen wir Limon mit seinem Containerhafen Moin. Überall am Straßenrand lagern die Container der Fruchtverarbeitungsunternehmen Chiquita und Dole oder aber aus Hamburg Süd. Die Karibikküste ist ein großes Anbaugebiet für Bananen. Allerdings wird hier mit Pestiziden gespritzt und die Bananenstauden mit Plastikfolien umhüllt, welche mit Chemikalien behandelt sind, um sie vor Ungeziefer zu schützen.

Diese Methode ist ökologisch äußerst fragwürdig, da die Folien häufig in Flüssen und Kanälen der Umgebung landen und dann zum qualvollen Tod vieler Meeres- und Flussbewohner, wie zum Beispiel der Schildkröten, führen. An einer kleinen Soda in Limon hält der Bus für eine Weile, damit die Fahrgäste sich die Beine vertreten oder auch eine Kleinigkeit essen oder trinken können. Ab Limon dauert die Fahrt noch eine Stunde, unterbrochen von einem kurzen Halt in Cahuita.

Unsere Unterkunft, das Blue Conga*, liegt am südlichen Ortsrand von Puerto Viejo. Wir schultern unsere Rucksäcke und sind froh, dass wir einen großen Rucksack bei Nadine und Patrick in Alajuela deponieren konnten. Puerto Viejo war noch vor nicht allzu langer Zeit ein verschlafenes kleines Fischernest, das von unerschrockenen Surfern heimgesucht wurde, die auf der Suche nach der besten Welle Costa Ricas, der berüchtigten Salsa Brava, waren. Die Dorfbewohner haben sich schnell auf den einsetzenden touristischen Boom eingestellt und die entsprechende Infrastruktur geschaffen. Unter anderem finden sich an jeder Ecke Surfschulen und -shops, die ihre Dienste anbieten.

Trotz allen Rummels ist das karibische Flair allgegenwätig. Aus den Bars erklingt laute Reggaaemusik und viele Häuser erstrahlen in den typischen Rastafarben, Grün, Gelb und Rot. In den Bars geht abends in Puerto Viejo richtig die Post ab, wobei überall Marihuana und Guaro, der hiesige Schnaps, konsumiert werden.

Wir haben uns zum Glück für eine Unterkunft entschieden, die etwas außerhalb des Zentrums liegt, das Blue Conga Hotel. Wir werden von Marise, der französichen Inhaberin und ihrem Mann Pierre begrüßt und zu unserem Zimmer geführt. Wir sind etwas erstaunt, dass das Zimmer im Erdgeschoss liegt, hatten wir doch extra ein Zimmer im oberen Stockwerk mit Blick in den Garten gebucht. Es liegt offenbar ein Kommunikationsfehler vor: Wir hatten unter „1st Floor“ das Obergeschoss verstanden, dies ist jedoch offenbar der „2nd Floor“. Marise versucht uns noch umzubuchen, jedoch vergeblich – in der Semana Santa ist ganz Puerto Viejo ausgebucht. Die Zimmer im Erdgeschoss wirken düster und sind ziemlich funktional, um nicht zu sagen ungemütlich, eingerichtet. In der Osterwoche liegen die Preise bei 72 USD inkl. Frühstück. Der ganze Bau wirkt wenig einladend, nach soviel Natur in den letzten beiden Wochen ist das Blue Conga mit seinem angetünchten Beton etwas ernüchternd. Das Badezimmer hat auch seine besten Tage hinter sich, überhaupt wirken die Zimmer ein bisschen heruntergekommen, wenn auch sauber. Immerhin gibt es ein sehr gutes Kingsize Bett mit Mosquitonetz. Das Haus ist hellhörig und wenn man in der unteren Etage wohnt, hört man das Getrappel der Gäste aus dem oberen Stockwerk deutlich. Unsere Empfehlung: Wenn man schon im Blue Conga bucht, sollte man versuchen, ein Zimmer im „2nd Floor“ zu bekommen, ansonsten sich woanders umschauen. Wir arrangieren uns zunächst mit der Situation, zumal der umliegende Garten und das Casa Grande, in dem das Frühstück serviert wird, sehr schön ist. Pierre schwärmt uns in den höchsten Tönen vom Wildlife der Umgebung vor. Hier gibt es zahlreiche Vögel, unter anderem Tukane, aber auch Affen und Faultiere sind in unmittelbarer Nähe zu beobachten.

Am Abend schlendern wir in Richtung Zentrum von Puerto Viejo. Der hauptsächliche Trubel findet auf der staubigen Hauptstraße des Ortes statt. Hier reiht sich ein Restaurant, eine Bar oder touristische Einrichtung an die andere. Von überall dröhnt Reggaemusik auf die Straße. Das Publikum ist zu 95 Prozent jugendlich und „ziemlich relaxt drauf“! Wir entscheiden uns für das Cafe Ivon am Ortsrand, das karibische Küche anbietet und bestellen bei der auffallend netten Bedienung Red Snapper bzw. Sea Bass in Coconut Soße. Insbesondere der Red Snapper ist wirklich hervorragend (ca. 7 €). Dazu genießen wir, ganz nach karibischer Art, einen Mojito (zur Happy Hour zwei Stück für sage und schreibe 3.000 Colones, ca. 4€).

19. April 2011
Wir haben gut geschlafen. Da von den versprochenen Tukanen weit und breit nichts zu sehen und zu hören ist, begeben wir uns um 7.30 Uhr zum Frühstück. Das Frühstück ist wie das Zimmer, in dem wir wohnen: Für das Notwendigste wird gesorgt! Dennoch ist dies das mit Abstand kargste Frühstück unserer Costa Rica Reise bisher. Einem Obstteller folgt ein lieblos serviertes minimalistisches Rührei mit Toast.

Wir leihen uns beim benachbarten Fahrradverleih Bikes aus. Die 13 Kilometer lange Straße zwischen Puerto Viejo und Manzanillo gehört eindeutig den Radfahrern. Die meisten Urlauber bewegen sich auf diese Weise hier fort. Heute steht das Jaguar Animal Rescue Center auf dem Programm. Dort werden Tiere aufgepeppelt, die entweder Opfer eines Verkehrsunfalls geworden sind, oder aber aus einem anderen Grund in der Wildniss nicht überleben könnten. Das Eintrittsgeld von 14 USD wird größtenteils in den Ausbau der Einrichtung investiert. Hier sehen wir auch einige Exemplare der berühmt berüchtigten Eyelash Viper, einer der absolut tödlichen Giftschlangen in Costa Rica, die relativ häufig anzutreffen ist. Diese Viper kommt in den unterschiedlichsten Färbungen vor, am spektakulärsten ist die quietschgelbe Färbung. Den Namen hat diese Viper von den zwei an Wimpern erinnernden Borsten oberhalb der Augen.

Der Guide der Tour, ein Volunteer, erklärt, dass Giftschlangen sich grundsätzlich defensiv verhalten, der Mensch zudem nicht in das Beuteschema passt. Nur im absoluten Notfall, wenn sich das Tier bedroht fühlt, kann es zu einem Verteidigungsbiss kommen, wobei dieser auch „trocken“, das heißt ohne Absonderung von Gift erfolgen kann. Für die Neuproduktion des Giftes müsste die Schlange erhebliche Energie aufwenden und könnte in dieser Zeit keine Beutetiere fangen. Auch eine „Baby“-Boa Constrictor ist hier zu bewundern. Die Boas, die bis zu fünf Meter lang werden können, halten sich bevorzugt in Wohngegenden auf, da hier Ratten und andere Beutetiere besonders häufig anzutreffen sind. Kein Wunder also, dass Denise und Patrick in Alajuela auf dem Nachbargrundstück eine mächtige Boa Constrictor fotografieren konnten.

Highlight des Rescue Centers sind natürlich die Howler Monkeys, mit denen die Besucher in unmittelbaren Kontakt kommen können. Es handelt sich dabei überwiegend um Jungtiere, die ihre Mütter durch Autounfälle oder aber durch Stromschläge an den oberirdisch verlaufenden Stromkabeln verloren haben. Die nicht einmal ein Jahr alten niedlichen Äffchen turnen auf ihren Pflegern und den Köpfen der Besucher herum. Ziel aller Bemühungen ist, die Tiere wieder ihrer natürlichen Umgebung zuzuführen. Dafür werden nach den beiden Führungen täglich Freigänge in freier Wildbahn unternommen, um die Tiere mit wilden Artegnossen in Berührung kommen zu lassen.

Auch eine kleinere Wildkatze, die einem Jaguar ähnelt, wird in der Station gehalten. Ebenfalls befinden sich Faultier Jungtiere im Park. Man unterscheidet zwischen dem zweiklauigen und dem dreiklauigen Faultier, wobei das dreiklauige Faultier deutlich höher entwickelt ist. Diese Tiere bewegen sich tagelang nicht vom Fleck, lediglich zur Nahrungsaufnahme verlassen sie dann und wann ihren Baum, an dem sie gerade hängen. Faultiere sind in der Karibikregion häufg anzutreffen, man muss nur die Augen offenhalten. Für Giftpfeilfrösche gibt es einen kleinen Teich, jedoch klettern die nachtaktiven Tiere am Tag in der Regel in die Baumwipfel und kehren erst bei Dunkelheit zurück an den Boden. Immerhin machen wir Froschlaich am Teich unterhalb eines Blattes aus.

Nach diesem interessanten Besuch fahren wir weiter zur Punta Uva und nehmen dort ein Bad. Der Punta Uva Strand gilt als einer der schönsten der Umgebung, zu Recht. Viele Costa Ricaner haben ihre Zelte aufgeschlagen und verbringen ihr Osterwochenende hier. Es gibt an der Punta Uva noch ein lebendes Korallenriff, das wir mit Taucherbrille erkunden. Natürlich ist auch hier das Riff nicht annähernd so prachtvoll, wie beispielsweise im Roten Meer. Dennoch sehen wir an der Riffkante etliche bunte Fische.

Am Strand reift der Entschluss, unsere Unterkunft zu wechseln und wir beschließen, auf der Rückfahrt einige Unterkünfte zu inspizieren, die wir vor unserer Buchung auch schon ins Auge gafasst hatten. Zunächst aber genießen wir unser Dinner im Restaurant El Arrecife an der Punta Uva. Es gibt den frischen Fish of the Day (8 €) sowie für Corinna Spaghetti in Knoblauchöl mit Gambas. Dazu trinken wir einen frisch gepressten Jugo aus Ananas und Lime.

Auf der Rückfahrt fragen wir bei einigen Lodges auf der „Dschungelseite“ an, unter anderem bei unserem Favoriten, der El Tucan Jungle Lodge*, leider vergeblich. Alle Lodges sind in Puerto Viejo in der Osterwoche ausgebucht. Dann bleiben wir halt im Blue Conga und halten uns in unserem Zimmer nur zum Schlafen und duschen auf. Die mit Suitalblättern gedeckte „Rancho“ können wir abends ebenfalls nutzen. Am schönen Playa Cocles direkt vor unserer Haustür, ein breiter Palmen umsäumter weißer Sandstrand, gehen wir nochmals baden. Im Wasser kann es hier an fast allen Stränden aufgrund der Unterströmung gefährlich werden. Hinweisschilder warnen die Besucher davor.

Heute ist das Meer jedoch glatt und ruhig, zur Freude der badewütigen Gäste,  jedoch zum Ärger der zahlreichen Surffreaks. Die Surfbrettverleiher am Strand warten dieser Tage zumeist vergeblich auf Kundschaft!

Abends gehen wir in einer der bei Einheimischen beliebtesten Sodas Puerto Viejos essen, im Miss Lidia´s Place. Hier gibt es echte karibische Küche. Wir wählen ein Casado mit Fisch, die Preise sind mittlerweile in dieser Soda nicht mehr so günstig, wie noch im Lonely Planet angegeben (insgesamt zahlen wir immerhin rund 30 €).


20. April 2011
Wie gewohnt wachen wir in aller Herrgottsfrühe auf. Wir lauschen bereits im Bett nach dem Tukanschrei, um weitere Fotos von diesem prachtvollen Vogel zu schießen. Am frühen Morgen ist die beste Zeit zum Birdwatching. Da kein Tukan weit und breit zu hören und zu sehen ist, fahren wir mit unseren klapprigen Bikes nach Puerto Viejo und lassen uns ein bisschen durch das erwachende Städtchen treiben. Zu dieser Zeit ist selbst die turbulente Hauptstraße ruhig und friedlich. Für unseren Tripp nach Tourtuguerro brauchen wir noch etwas Bargeld, da es dort keinen Bankomat gibt und unsere Unterkunft auch keine Kreditkarten trotz Ankündigung auf der Homepage akzeptiert – uns wundert in diesem Hotel nichts mehr. In der Banco der Costa Rica (BCR) bekommen wir auch hier auf unsere EC-Karte kein Geld, mehr Erfolg haben wir bei der Banco Nacional, allerdings gibt es nur Colones, keine Dollar.

Heute wollen wir den gesamten 14 Kilometer langen Strand nach Manzanillo ablaufen und dabei Ausschau halten nach Faultieren und Tukanen, die sich häufig in Strandnähe aufhalten. Die Strände bis Manzanillo sind durchgehend wahre Traumstrände. Wir starten am Playa Cocles, der direkt übergeht in den Playa Chiquita. Dem Küstenabschnitt vorgelagert ist eines der letzten lebenden Korallenriffe Costa Ricas, so dass wir bei unserer Badepause im Riff schnorcheln. Natürlich wechseln wir uns dabei ab, da wir grundsätzlich unsere Taschen immer unter Bewachung halten. Schilder am Strand warnen „Thieves are in the Bushes“, was viele leichtsinnige Touristen dennoch nicht davon abhält, ihre Sachen unbeaufsichtigt unter den Palmen während einer Erfrischung liegen zu lassen.

Wie bereits gestern festgestellt, ist das Korallenriff nicht sonderlich spektakulär, dennoch sehen wir wieder ein paar bunte Fische. Wir legen uns in den Schatten von Palmen, vom Meer weht ein angenehmer Wind – so lässt es sich aushalten! Das Klima hier macht einen richtig schläfrig, so dass erst einmal eine kurze Siesta gehalten wird! Wir setzen schließlich unseren Weg nach Manzanillo fort und richten unseren Blick immer wieder in die Baumkronen, um ein Faultier zu entdecken, zunächst jedoch erfolglos. Schließlich erreichen wir die Punta Uva, wo ein kleines vorgelagertes Cap den Weg entlang des Strandes versperrt. Über einen Schotterweg umgeht man das Cap. Plötzlich sichte ich in einem der Bäume an der Schotterstraße ein Faultier – endlich habe auch ich einmal ein Erfolgserlebnis beim Sichten des Wildlifes! Es handelt sich um ein dreifingriges Faultier und um unserer Entdeckung die Krone aufzusetzen, erspähen wir ein winziges Faultierbaby, nicht größer als vielleicht 15 bis 20 Centimeter, das sich am Bauch des Muttertieres festkrallt. Schnell werden einige Fotos geschossen, zumal die Tiere uns den Gefallen tun, uns von ihrer sicheren Baumkrone aus neugierig zu beäugen. Es ist schon beachtlich, mit welcher Langsamkeit sich diese Tiere bewegen – alles wirkt wie in Zeitlupe! Somit passen die Faultiere glänzend zu den hier lebenden Menschen, die das costaricanische Lebensgefühl, „Pura Vida“, offenbar mit der Muttermilch aufsaugen.

Am Restaurant El Arricife erfrischen wir uns mit einem frischen Fruchtshake aus Ananas und Lime. Der erste Teil des Punta Uva Strandes ist aufgrund der vielen campenden Ticos zumindest in der Semana Santa der weitaus belebteste Abschnitt der gesamten Küste. An den anderen Stränden ist das wilde Campen verboten, während es hier zumindest geduldet wird. Der südliche Teil des Punta Uva Strandes ist sicher einer der schönsten, da er völlig unberührt ist. Kaum eine Menschenseele ist hier anzutreffen, zumal es keine Zufahrt mit dem Auto gibt. Weiterhin prägen Meerestrauben und Kokospalmen die Vegetation am Strand. Der Regenwald reicht mit wunderschönen hohen Primärwaldbäumen direkt bis an den Strand heran.

Selbst in Manzanillo, in der es in der Regel äußerst beschaulich zugeht, ist der Osterrummel allseits erkennbar, insbesondere im Maxi´s Restaurant. Diesem Lokal geht ein geradezu legendärer Ruf voraus. Natürlich müssen wir dieses bekannteste kulinarische Highlight der gesamten Region ausprobieren, Corinna hat allerdings seit heute Mittag leichte Magenbeschwerden – Folge der unbedachten Erfrischung mit scheinbaren Quellwasser im Corcovado NP -, so dass ihre Bestellung bescheiden ausfällt. Im Maxi´s soll man ganz hervorragend Fisch essen können. Während Corinna sich mit einer Fischsuppe begnügt (7 €), wähle ich Meeresfrüchte in Weißweinsoße (9 €). Das Knacken der Krebsscheren ohne Zange ist allerdings nicht ganz so einfach. Insgesamt können wir den guten Ruf des Maxi´s durchaus bestätigen. Auf diversen Bildschirmen läuft gerade ein Fußballspiel, FC Barcelona gegen Real Madrid, das spanische Pokalfinale 2011. Fans beider Lager sorgen für einen erheblichen Geräuschpegel! Real gewinnt 1:0 nach Verlängerung!

 Mit einem abenteuerlichen Bus fahren wir zurück nach Puerto Viejo, Fahrpreis 700 Colones (1 €). Man kann dem Fahrer jederzeit signalisieren, dass man auf der Strecke aussteigen möchte, ebenso verhält es sich mit dem Zusteigen. Besonders kurios: Auf halber Strecke steigt ein Kontrolleur zu, der die Fahrscheine sehen will.

Wir haben das Gefühl, dass er eher den Fahrer überprüft, ob nichts unterschlagen wird! Da man in der Semana Santa in ganz Costa Rica von Donnerstag bis Sonntag keinen Alkohol kaufen kann, decken wir uns im Supermarkt von Puerto Viejo mit Rotwein für die nächsten drei Tage ein. Anschließend relaxen wir in der Hängematte der Rancho im Blue Conga.

21. April 2011
Was gibt es Schöneres, als seinen Geburtstag an einem solchen Traum-Reiseziel zu verbringen! Heute lassen wir ausnahmsweise das Handy einmal an, und ich nehme die Glückwünsche aus der Heimat dankbar entgegen. Wir starten den Tag mit einem Geburtstgsfrühstück bei Bread & Chocolate in Puerto Viejo, wo „das 1. Foto mit 50“ geschossen wird. Alle Zutaten sind hier Bio und das Brot wird selbst gebacken. Wir ordern Eier auf Toast mit Käse überbacken, dazu gibt es Kaffee und frischen Mangosaft. Leider kann Corinna das Frühstück aufgrund einer scheinbaren Magenverstimmung nicht uneingeschränkt genießen.

Für den heutigen Tag haben wir uns den Cahuita Nationalpark vorgenommen. Wir fahren mit dem Bus ins benachbarte Städtchen Cahuita. Ähnlich wie gestern, ist der Bus eine richtig alte Klapperkiste, dazu müssen wir auch noch stehen, da kein Sitzplatz frei ist. Wir laufen hinunter zur Rangerstation Kelly Creek, dem Eingang zum Nationalpark. Auch hier muss man sich in ein Besucherbuch eintragen. Das Eintrittsgeld wird auf freiwilliger Basis erhoben, das haben die Einheimischen bereits in den 90er Jahren durchgesetzt, da sie einen Besucherschwund befürchteten. Die Unterhaltung des Parks wird von den Eintrittsgeldern finanziert, somit zahlen wir natürlich trotzdem einen Obulus.

Gleich am Anfang sichten wir zahlreiche Howler Monkeys und Weißkopf-Kapuziner Äffchen. Während die Howler Monkeys zumeist träge auf einem Ast dösen, turnen die Kapuziner von Ast zu Ast oder sind mit leckeren Früchten beschäftigt. Auch ein Faultier, ebenfalls mit einem Jungtier – dieses Mal allerdings ein zweifingriges, entdecken wir.

Wie im Manuel Antonio Park wuseln einige Waschbären um die Picknicktische am Strand herum und hoffen auf einen Leckerbissen. Während Dachse in Europa ja nicht so leicht zu sehen sind, haben diese Tiere jegliche Scheu vor dem Menschen verloren und nähern sich bis auf wenige Meter. Der Punta Cahuita vorgelagert ist ein großes Korallenriff. Schnorcheln ist hier nur mit einem lizensierten Guide erlaubt, um das Riff zu schützen. Schnorcheltouren mit dem Boot werden im Park für 25 USD angeboten. Am Playa Varga legen wir eine kurze Badepause ein und dösen eine Weile unter einer Palme. Schließlich setzen wir unseren Weg fort bis zur Rangerstation Puerto Vargas, dem Ausgang des Parkes.

Leider haben wir heute wieder  keinen Tukan gesehen, wobei wir aufgrund der Tageszeit auch keine großen Hoffnungen hatten. So stützen sich unsere Hoffnungen auf Tortuguero, der letzten Station unserer Reise. Über eine Schotterpiste sind es von der Rangerstation noch 3,5 Kilometer bis zur Straße. Am Ende der Straße ist das Restaurant Boca Chica, das von einem etwas verrückten Italiener betrieben wird. Er „überredet“ uns zu Sea-Bass in Cocos Sauce (7 €). Mein Geburtstagsessen ist standesgemäß mit einer Blume verziert – was will man mehr – und wird direkt in der Pfanne serviert! Lästig sind lediglich die Mosquitos, die uns geradezu überfallen. Ausgerechnet heute haben wir nicht unser Mosquito-Repellent dabei und uns auch nicht vor der Tour präpariert.

An der Bushaltestelle entdeckt Corinna dann doch noch einen Vogel, den wir bislang noch nicht gesehen haben, einen Montezuma-Oropendola. Die Nester dieses Vogels hängen kurios wie Weihnachtskugeln an den Bäumen. Gleich bei unserem Blue Conga Hotel befindet sich ein solcher Baum mit zahlreichen Nestern. Der Ruf der Vögel ist sehr markant und leicht zu identifizieren, da er äußerst kurios klingt. Die Oropendulas leben häufig mit Wespen oder stachellosen Bienen in einer Symbiose, um sich gegenseitig vor Feinden zu schützen.

Mit dem Bus fahren wir zurück nach Puerto Viejo. Eigentlich haben wir geplant, heute im Blue Conga einen kleinen selbst zubereiteten Snack einzunehmen, jedoch scheitert dieser Plan an den Zutaten. In den Supermärkten gibt es keinen vernünftigen Käse, keine genießbare Wurst und erst recht kein Brot (außer Toastbrot). Spätestens jetzt verstehen wir, warum es in Costa Rica morgens, mittags und abends Gallo Pinto gibt! So verwerfen wir die Idee und werden also abends doch noch einmal eine nette Soda aufsuchen.

Das Blue Conga stellt heute fest, dass sie uns für die letzte Nacht nicht eingebucht haben – das passt ins eher bescheidene Bild, das wir von dem Hotel gewinnen mussten. Immerhin entschuldigen sie sich tausendmal, ermäßigen den Preis für die Übernachtungen von 72 auf 65 USD und geben uns für die letzte Nacht das Zimmer „Florales“ im 2nd Floor, das Vorzeigezimmer des Hotels, das auch auf der Homepage hervorgehoben wird. Da wir morgen mit dem 7.15 Uhr Bus nach Manzanillo fahren wollen, vereinbaren wir, dass unser Gepäck vom Personal in das neue Zimmer befördert wird.

Heute Abend soll es noch ein stilvolles Geburtstagsessen geben. Dafür haben wir das Pecora Nera (Das Schwarze Schaf) ausgewählt, drei Kilometer südlich von Puerto Viejo gelegen. Das Lokal wird betrieben von einem hervorragenden italienischen Koch und seiner Frau. Standesgemäß bestellen wir zum Anstoßen ein Glas Prosecco – ein Getränk wie Sekt oder Prosecco ist in Costa Rica ansonsten gar nicht so einfach zu finden. Als Vorspeise gibt es Bruschettas mit Red Snapper und Käse überbacken, dazu Zucchinistifte mit Minze, angemacht mit einem angenehm scharfen Chillydressing. Vom ersten Gang sind wir schon einmal hellauf begeistert!

Da Corinnas Magen noch immer nicht ganz ok ist, gibt es für sie im Hauptgang Spaghetti Pomodoro, aber original italienisch mit einer selbst gemachten hervorragenden Toamtensoße. Ich ordere einen grandios mundenden Merlin mit Gemüse. Dieses Geburtstagsessen genießen wir in vollen Zügen. Es gibt sicher nicht ganz so viele Restaurants dieser Art in Costa Rica. Natürlich hat das auch seinen Preis, jedoch ist man bei einer solchen Qualität gerne bereit, auch einmal tiefer in die Tasche zu greifen. Insgesamt zahlen wir 40.000 Colones, ca. 70 €. Zum Abschluss gibt es noch einen Limoncello auf Kosten des Hauses. Wir müssen das Ende des Regenschauers abwarten, da wir mit dem Fahrrad hierher gefahren sind.


22. April 2011
Um 6.30 Uhr klingelt der Wecker – heute hätten wir tatsächlich einmal etwas länger schlafen können, da wir gestern Abend rekordverdächtig erst um 22.30 Uhr ins Bett gegangen sind. Wir nehmen den 7.15 Uhr Bus nach Manzanillo, da wir den Nationalpark von Manzanillo erkunden wollen. Zunächst einmal gibt es Frühstück in einer Soda vis a vis vom Maxi´s Restaurant, dem Soda La Playa. Wir bestellen Toast mit Marmelade sowie Eier und gebratenem Käse.

Wir machen uns auf die Suche nach dem Officina de Minae, einer staatlichen Gesellschaft, die für das Schutzgebiet Manzanillo derzeit verantwortlich ist. Das Office am Ortseingang scheint jedoch nicht mehr in Betrieb zu sein. Gegenüber des Büros befindet sich ein kleiner Shop, der geführte Touren anbietet. Immerhin erhalten wir hier eine grobe Übersichtskarte des Gebietes, in der auch ein paar Wanderwege angedeutet sind. 

Das Schutzgebiet Manzanillo ist komplett unerschlossen, es gibt auch keine Ausschilderungen. Unser Weg führt uns zunächst am Maxi´s vorbei und danach entlang des Strandes in den Wald hinein. Der komplette Strand ist ein einziger wilder Campingplatz, der von Scharen von Ticos genutzt wird, um hier das Osterwochenende zu verbringen. Es wird gezeltet, gegrillt und gefeiert was das Zeug hält! Im Wald kehrt dann nach soviel Rummel langsam Ruhe ein und wir lauschen dem Getöse der Brüllaffen sowie den Lauten zahlreicher Vögel. Wir entdecken unter anderem einen Guan mit dem typischen roten Halslappen sowie einen uns bislang unbekannten schwarzen Vogel, bei dem das Männchen eine gelbe Haube aufweist, während das Weibchen eher unscheinbar aussieht – ein vielfach beobachtes Phänomen bei Tropenvögeln.

Wir entdecken unter anderem einen Guan mit dem typischen roten Halslappen sowie einen uns bislang unbekannten schwarzen Vogel, bei dem das Männchen eine gelbe Haube aufweist, während das Weibchen eher unscheinbar aussieht – ein vielfach beobachtes Phänomen bei Tropenvögeln. Seit Tagen halten wir Ausschau nach den knall roten Erdbeerfröschchen – ebenfalls eine Giftpfeilfroschart. Durch seine Farbe signalisiert er Fressfeinden, besser Abstand zu halten und ist damit einer der wenigen Giftpfeilfrösche, die es sich leisten können, auch tagsüber auf dem Waldboden umherzuspazieren. Die meisten anderen Froscharten sind nachtaktiv und halten sich tagsüber in den Baumwipfeln auf. Unvorsichtge Schlangen können beim Verzehr von Giftpfeilfröschen über mehrere Stunden außer Verkehr gezogen werden. Heute sichte ich tatsächlich auf Laubblättern am Rand des Pfades gleich drei Exemplare. Natürlich ist die Freude groß und ich schieße zahlreiche Fotos. Die Fröschchen sind tatsächlich schwer zu entdecken, da sie kaum größer sind als ein Fingernagel.

Wir legen eine Badepause in einer kleinen Bucht auf halben Weg zur Punta Mona ein. Dort dümpeln wir stundenlang im warmen Wasser und später unter einem schattenspendenden Mandelbaum. Sicher ist man in dieser Bucht alleine, wenn nicht gerade Osterwoche ist. Heute teilen wir dieses nette Fleckchen mit einer handvoll Ticos, die ebenfalls dem Rummel von Manzanillo entkommen wollen.

Auf dem Weg zurück lauschen wir den Geräuschen des Urwaldes. Wir sichten ein Orodpendula Pärchen, welches durch seinen typischen Ruf auf sich aufmerksam macht. 

Zurück in Manzanillo erfreuen wir uns am bunten Treiben am Strand. Die gut gelaunten Badegäste haben sogar Strandburgen und Figuren aus Sand gebaut – wir haben immer gedacht, dies sei eine deutsche Nord- oder Ostsee-Domäne!

Manzanillo Beach gleicht einer einzigen Partymeile. Überall sind mannshohe Boxen aufgebaut und es werden Strandabschnitte mit lauter Salsamusik beschallt. Die improvisierten Grills laufen heiß und es sind allerlei kuriose Gestalten am Strand auszumachen.

Wir tauchen eine Weile ein in das bunte Geschehen und erfrischen uns dann in einer Soda mit einem kleinen Imperial Bier. Der Bus nach Puerto Viejo hat größte Mühe, sich durch das Verkehrschaos auf der staubigen Piste Manzanillos durchzukämpfen. Überall parken Autos am Straßenrand, so dass der Verkehr teilweise zum Erliegen kommt. Alle Beteiligten ertragen dies mit stoischer Ruhe – Pura Vida!!!

Zurück im Hotel stellen wir erst einmal fest, dass in unserem neuen Zimmer weder Toilettenpapier noch Handtücher vorhanden sind. Einmal mehr entschuldigt sich eine der Besitzerin, dennoch bleibt bei uns der schale Beigeschmack. Da wir morgen nach Tortuguerro fahren und es dort keinen Geldautomaten gibt, müssen wir noch einmal nach Puerto Viejo fahren und Geld abheben. Corinna hat ein Tisch im El Paso, nicht weit vom Blue Conga entfernt, bestellt. Das Ambiente ist wirklich sehr nett. Es gibt einen Tisch außerhalb des Restaurants, bei dem man das Gefühl hat, mitten im Wald zu sitzen. Heute ist spezieller BBQ Tag und nachdem wir uns bei den Düften entlang des Manzanillo Beaches Appetit geholt haben, kommt uns dieses Angebot gerade recht. Corinna bestellt Thunfisch vom Grill, ich habe Nachholbedarf in Sachen Fleisch, nachdem wir uns drei Wochen nahezu vegetarisch ernährt haben und bestelle eine Mixed Grill Platte, die auf der Karte für zwei Personen für 12.000 Col. (18 €) angeboten wird. Auf Nachfrage erklärt uns die Bedienung, es sei kein Problem, die Platte auch für eine Person anzurichten. Das Essen ist rustikal aber absolut in Ordnung. Ein Problem ergibt sich erst bei der Rechnung, denn man berechnet uns den vollen Preis für zwei Personen. Nach einer längeren Diskussion mit der Inhaberin erzielen wir schließlich eine Einigung. Wir fahren zurück in unsere Unterkunft und bereiten unsere Abreise morgen früh vor.

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