Martha’s Vineyard

24. Mai 2024 – Martha´s Vineyard

Weltweit berühmt wurde Martha’s Vineyard durch den Film „Der weiße Hai“, der auf der Insel an verschiedenen Orten gedreht wurde. Insbesondere in Edgartown können Fans noch den einen oder anderen Drehort wieder erkennen. Mit dem Tenderboot setzen wir über zum kleinen Hafen von Oaks Bluff. Hier legt auch die Fähre vom Festland an. Da in vier Tagen in den Vereinigten Staaten ein Feiertrag ist, der Memorial Day, nutzen viele Amerikaner das mondäne Eiland zu einem verlängerten Wochenendausflug. Hapag Lloyd stellt einen kostenlosen Shuttle Bus zum anderen sehenswerten Ort der Insel, Edgartown, bereit. Mit diesem Ort wollen auch wir unsere Inselbesichtigung beginnen.

Entlang der Mainstreet sind eine Reihe alter Holzhäuser zu finden, in denen Souvenirshops, Restaurants oder auch edle Designerläden angesiedelt sind. Rund um den Hafen pulsiert das Leben. In den Cafés genießen die Besucher ihren ersten Champagner oder Cocktail des Tages und schauen auf die im Hafenbecken dümpelnden Yachten.

Der kleine Fischerort Edgartown ist ein echtes Kleinod. Hier gibt es alte Kapitänshäuser aus dem 19. Jahrhundert zu bewundern. Viele der Häuser sind von einen Holzbalkon umgeben, der auch Witwengang genannt wird. Von hier aus haben die Ehefrauen der Kapitäne das Meer beobachtet und die Ankunft ihrer Gatten vom Walfang sehnsüchtig erwartet. Viele Kapitäne kehrten nicht zurück und wurden vom Meer verschluckt, daher rührt die Bezeichnung. Heute sind die prachtvollen Villen mit ihren gepflegten Vorgärten und weiß angetünchten Holzzäunen im Besitz gutbetuchter Amerikaner, die sich hier ein Sommerdomizil eingerichtet haben.

Wir laufen zum Edgartown Harbour Light und dem davorliegenden Strand, ebenfalls bekannte Drehorte des Films „Der Weiße Hai“. Die Plattform, auf dem der Leuchtturm steht, ist mit Gedenksteinen für verstorbene Kinder aus aller Welt gepflastert.

Mit dem Shuttle Bus fahren wir zurück nach Oaks Bluff und schauen uns zunächst im dortigen Yachthafen um. Irgendwie erinnert uns das ganze Ambiente sehr an Sylt.

Berühmt ist Oak Bluffs vor allem für seine vielen seltsam anmutenden Gingerbread-Cottages (Lebkuchen-Häuser) im viktorianischen Baustil, von denen es heute noch über dreihundert zu bestaunen gibt. Wir tauchen ein in eine kleine Märchenwelt. 

Als Methodisten Ende des 19. Jahrhunderts hier ihre regelmäßigen Jahresversammlungen abhielten und unzählige Besucher in den kleinen Ort kamen, begann man mit dem Bau hölzerner Wohnhäuser, die als Unterkünfte dienen sollten. Noch heute können diese üppig verzierten und in allen Pastellfarben leuchtenden „Zuckerbäckerhäuschen“ rund um den Trinity Park bewundert werden. 

Auf den liebevoll gestalteten Veranden kann man neben den obligatorischen Holz-Schaukelstühlen so manch entzückendes Detail entdecken.

Wieder einmal ist der Aufenthalt auf diesem reizenden Inselchen viel zu kurz und wir wären gerne noch etwas länger geblieben. Aber eine Kreuzfahrt ist nun einmal minutiös durchgetaktet, und somit kehren wir nahezu mit dem letzten Tender zurück aufs Schiff.

* = Affiliate Link

Wir freuen uns über deinen Kommentar!