Reisevorbereitung

Erneut zieht es uns im Spätsommer 2015 nach Afrika, unser erster Plan lautet Simbabwe mit den Schwerpunkten Gonerazhou Nationalpark, Eastern Highlands sowie Mana Pools. Dieses einstmals so blühende Land, das in früheren Zeiten geradezu ein Aushängeschild Afrikas war, ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten durch eine katastrophale Politik ziemlich stark herunter gewirtschaftet worden. Erst seit 2009 hat sich die Situation ein wenig stabilisiert und der Tourismus kehrt  als zartes Pflänzchen allmählich wieder zurück. In vielen Nationalparks kann man aber eben aus diesem Grund noch das alte Afrika erleben. Touristische Massenansammlungen a´la Etosha oder Teilen des Krüger-Parks gibt es in keinem der Nationalparks Simbabwes. Kurzum: Simbabwe schien für uns bei der Planung unserer nächsten Afrikareise genau das richtige Reiseziel zu sein, um unseren Hunger nach Abenteuern und faszinierenden Naturerlebnissen auf dem schwarzen Kontinent zu stillen.

Warum wir im März 2015, nicht einmal ein halbes Jahr vor Beginn unserer Reise, unsere gesamten Planungen über den Haufen schmeißen, hängt schlicht und ergreifend mit dem „Sinkflug“ des Dollarkurses zusammen, der sich zu diesem Zeitpunkt dem Umtauschkurs von 1 : 1 bedrohlich nähert (1,05 USD = 1 €). Da Simbabwe schon seit langer Zeit nicht mehr über eine eigene Währung verfügt und der US-Dollar als offizielles Zahlungsmittel im Land eingezogen ist, würde unsere Reisekasse in dem ohnehin teuren Reiseland Simbabwe stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Beispielsweise kostet der Aufenthalt im Mana Pools NP pro Tag 90 USD, Entrance Fee 50 USD inkl. Auto plus Standard Campsite 20 USD p.P., vgl. Website von Zimparks. Wohlbemerkt gilt die Rechnung für eine „Standard Campsite“, für „Exclusive Campsites“ werden sogar 150 oder gar 200 USD pro Nacht aufgerufen!

Da wir den Flug nach Johannesburg schon gebucht haben, entscheiden wir uns als Alternative für eine Dreiländertour durch das südliche Afrika. Schnell stellen wir bei der Recherche fest, wie interessant und vielseitig diese Tour zu sein scheint!

Unser Allrad-Camper

Ein halbes Jahr vor unserer Reise kann uns Bushlore nicht mehr den gewünschten Toyota Hilux Bushcamper zur Verfügung stellen, „fully booked“ heißt die unerwartete Antwort. Es ist Hochsaison und der Bushcamper ist einfach ein total beliebtes Fahrzeug. Bushlore ist zudem der einzige Vermieter in Südafrika, der den Bushcamper anbietet. Also weichen wir auf den Hilux Double Cab mit Dachzelt aus, bestehen aber auf die große 1,40 Meter Zeltversion, die uns Bushlore auch prompt bestätigt. Der Mietpreis beträgt unter Berücksichtigung eines „Stammkundenrabattes“ 1.185,– ZAR (beim Kurs im März 2015 ca. 90,– €), zzgl. 220 ZAR p.d. für die CDW-2 Versicherung (Vollkasko ohne Selbstbeteiligung). Wie schon bei unseren letzten Touren entscheiden wir uns für diese teure Versicherung, da es uns einfach ein besseres Gefühl auf der Reise vermittelt.

Flugbuchung
Wie gewohnt beschäftigen wir uns ein Dreivierteljahr vor unserer geplanten Reise nach Afrika zunächst einmal mit der Buchung unseres Fluges. Wir entscheiden und für die Variante mit Swiss. Ganze 590,– € p.P. kostet der Flug nach Johannesburg, ab Hannover über Zürich. Wir leisten uns sogar noch den Luxus, Notausgangsplätze auf den Langstreckenflügen zu buchen (80,– € p.P. und Strecke). Die Flugzeiten sind perfekt, Ankunft in Johannesburg wird um 9.15 Uhr sein.

Südafrika:
19.8.2015: Flug Hannover – Zürich – Johannesburg
20.8.2015: Johannesburg – Barberspan
21.8.2015: Barberspan – Augrabies
22.8.2015: Augrabies – Kamieskroon
23.8.2015: Kamieskroon – Namaqualand
24.8.2015: Namaqualand 
25.8.2015: Namaqualand – Richtersveld
26.8.2015: Richtersveld
27.8.2015: Richterveld

Namibia:
28.8.2015: Richtersveld – Orange River
29.8.2015: Orange River – Fishriver Canyon
30.8.2015: Fishriver Canyon – Garub Pan – Tirasberge
31.8.2015: Tirasberge
01.9.2015: Tirasberge – Sossusvlei
02.9.2015: Sossusvlei – Red Dune Farm
03.9.2015: Red Dune Farm

Botswana:
04.9.2015: Red Dune Farm – Kgalagadi TP, Rooiputs 5 
05.9.2015: KTP, Rooiputs 4
06.9.2015: KTP, Rooiputs – Gharagab Wilderness Camp
07.9.2015: KTP, Gharagab Wilderness Camp – Polentswa (Reserve-Campsite)
08.9.2015: KTP, Polentswa – Swart Pan 1 (Kaa)
09.9.2015: KTP, Swart Pan – Mpaathutlwa 2 (Mabuasehube)
10.9.2015: KTP, Mpaathutlwa 1
11.9.2015: KTP, Mpaathutlwa 1 – Mokolodi Nature Reserve
12.9.2015: Mokolodi Nature Reserve

Südafrika:
13.9.2015: Mokolodi Nature Reserve – Pilanesberg National Park
14.9.2015: Pilanesberg National Park – Rustenburg 
15.9.2015: Rustenburg
16.9.2015: Rustenburg, Game-Drives Pilanesberg
17./18.9.2015: Rustenburg – Johannesburg, Flug Johannesburg – Zürich – Hannover

 
Afrika Dreiländertour August/September2015StepMapAfrika Dreiländertour August/September2015
 

 

Campsite Buchungen
Wir haben die Campsites lediglich für den Kgalagadi Transfrontier Park sowie das Sossuvlei vorgebucht. Die Campsites im KTP sind in den Hauptreisezeiten ohne Vorausbuchung kaum zu bekommen, im Sossusvlei wollen wir unbedingt auf die Sesriem Campsite, da man von hier aus bereits um 5 Uhr zum Sossusvlei oder Deadvlei fahren kann (1 Stunde vor dem Rest der Besucher!). Für die Sesriem Campsite stellt sich heraus, dass eine Vorausbuchung nicht unbedingt nötig ist, da es immer Reserveplätze gibt, die ebenfalls akzeptabel sind.

Im KTP buchen  wir ausschließlich Campsites auf der botswanischen Seite. Für die Buchung des KTP in Botswana ist das Department of Wildlife & Nationalparks zuständig, für die südafrikanische Seite Sanparks.Bei Sanparks kann man sogar tagesaktuell sehen, welche Unterkünfte noch zu haben sind. Die Preise im KTP auf botswanischer Seite sind extrem günstig, bei Sanparks zahlt man für Conservation Fees und Campsites gut und gerne das Zehnfache.

DWNP und Sanparks antworten zuverlässig, so dass man alle Buchungen selber machen kann. Die Konversation mit DWNP ist allerdings etwas mühsam, wenn gewünschte Campsites ausgebucht sind. Im März waren Campsites an den beliebten Plätzen für August/September schon schwer zu bekommen, beispielsweise für Polentswa oder auch Rooiputs. Schließlich buchen wir Campsites, die zum Zeitpunkt unserer Anfrage noch verfügbar sind und wollen dann vor Ort versuchen, Umbuchungen vorzunehmen.

Reise-Versicherungen
Da alleine die Anmietung des 4×4 Fahrzeuges rund 3.000,– € kostet, reicht in der Regel die Versicherungssumme einer herkömmlichen Reise-Rücktrittsversicherung nicht aus. Wir haben daher unsere Versicherungspolice einmalig um 3.000,– € erhöht.
Eine Auslands-Krankenversicherung beim ADAC haben wir ohnehin standardmäßig.

Packliste
Eine gute Vorbereitung erleichtert jede 4×4 Tour in Afrika – eine gute Packliste ist daher unerlässlich. Natürlich beeinflusst die Reisezeit das Equipment insbesondere hinsichtlich der Kleidung. Wir aktualisieren nach jeder Afrika-Reise unsere Packliste mit den gesammelten Erfahrungen. Die derzeitige Liste ist also das Resümee unserer bisherigen Afrikareisen! Wir hoffen, dass unsere Packliste eine gute Planungshilfe für alle 4×4 Afrika-Reisenden darstellt! Und nicht zu vergessen: Die begleitende, passende Afrika-Literatur, die wir ebenfalls in einer Liste (auf unserer alten Website) zusammengestellt haben.

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Unsere Afrika-Impressionen

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