Reisevorbereitung

Unsere mittlerweile sechste Reise ins südliche Afrika führt uns im November 2016 in die Region rund um das Okavangodelta, entlang einiger bedeutender Wasseradern, wie der des Okavangos, Chobes, Sambesis und des Kwandos!

Was treibt uns nur immer wieder nach Afrika? Wir haben einen Ausspruch von Jonathan Franzen, einem amerikanischen Schriftsteller, gefunden, der fast poetisch, aber absolut zutreffend einen von mehreren Gründen für unsere große Afrika-Affinität umschreibt:

„Und dann passierte mir etwas Komisches. Es ist eine lange Geschichte, im Wesentlichen aber verliebte ich mich in Vögel. Ich wehrte mich mächtig dagegen, denn Vögel beobachten ist uncool, weil alles, was wahre Leidenschaft verrät, per definitionem uncool ist. Stück für Stück jedoch, wider mich selbst, entwickelte ich diese Leidenschaft, und auch wenn die Hälfte einer Passion Obsession ist – die andere Hälfte ist Liebe. Und so, ja, führte ich eine pingelige Liste der Vögel, die ich gesehen hatte, und, ja, unternahm alles Erdenkliche, um weitere Arten zu sehen. Doch, und das ist nicht weniger wichtig, wann immer ich einen Vogel sah, spürte ich mein Herz vor Liebe überfließen. Und wie ich heute zu erklären versucht habe: Mit der Liebe fingen die Probleme an. Denn nun, da mir die Natur nicht bloß gefiel, sondern ich einen lebendigen Teil von ihr liebte, konnte ich gar nicht anders, als mich erneut um die Umwelt zu sorgen.“ (Jonathan Franzen)

Das „Birding“ ist schon immer eine Triebfeder unserer Afrikareisen gewesen – insbesondere aber in diesem Jahr. Den Caprivistreifen haben wir schon 2014 lieben gelernt – dieses Mal wollen wir noch intensiver in diese faszinierende und teilweise noch unberührte Wasserlandschaft eintauchen. 

Planung der Reiseroute

Den Plan, unsere erste Nacht hinter Gobabis auf der Kalahari Bushbreaks Farm zu verbringen, verwerfen wir, da wir das Gefühl haben, dass dort Camper als Gäste zweiter Klasse behandelt werden! Das Restaurant ist ausschließlich Bewohnern der Lodge vorbehalten!!! Zudem sollen sich auf der Farm häufig Großwildjäger aufhalten – kein Klientel, auf das wir bei unseren Reisen stoßen wollen! Also beschließen wir, vom Windhoeker Flughafen direkt bis nach Ghanzi zu fahren. Bushlore bestätigt, dass die Übergabe unseres Autos am Flughafen möglich ist. Somit haben wir dann auch bei etwaigen Fleisch- und Milchproduktkontrollen an der Grenze keine Probleme, da wir erst in Maun unseren Großeinkauf erledigen werden.

Die Reservierungen der Campsites im Moremi und Chobe nehmen wir während eines Kurztripps über Himmelfahrt an die Amalfiküste vor – eine wahrhaft inspirierende Umgebung, um die nächste Afrikareise zu planen! Die Campbetreiber SKL und Xomae antworten schnell und zuverlässig. Wir haben ein halbes Jahr vor der Reise keine Probleme, all unsere Wunschcamps zu reservieren. Im Savuti Camp sind die beliebten Campsites am Savuti Channel (2, 4 und „Paradise“) leider bereits belegt. Campsites für das Tshaa Camp, ein zu 100 Prozent von Bushmen, San und Basarwa des Dorfes Mababe betriebenes Community Camp, können bei Botswana Footprints problemlos und kostenfrei gebucht werden.

Außerdem buchen wir die „Boat-Cruise“ auf dem Kwando River mit Dan von Mashi River Safaris im Voraus. Auch die Nambwa Campsite, die seit 2015 an eine Luxus-Lodge angeschlossen ist und somit nach Meinung einiger Caprivi Experten einiges seines ursprünglichen Reizes eingebüßt haben soll, reservieren wir ebenfalls. Von Nambwa wollen wir uns unser eigenes Bild machen, zumal wir die Lage des Camps bei unserem letzten Besuch 2014 einfach nur traumhaft fanden! Letzte Etappe wird das Okavango Panhandle sein, ein für uns neues Gebiet, das wir noch nicht zuvor bereist haben.

Flugbuchung
Wir buchen einen Flug bei Air Namibia – einen Direktflug von Frankfurt nach Windhoek für 990,– € p.P. inklusive Rail & Fly Ticket – ein happiger Preis, jedoch die mit Abstand komfortabelste Flugvariante. Emergency Seats werden bei Air Namibia ausschließlich beim Check-In am Schalter vergeben, andere Platzreservierungen für bevorzugte Sitze kann man über die Hotline der Airline in Frankfurt (069 / 770 673 030) vornehmen.

Unser Offroad-„Reisemobil“
Unser Auto reservieren wie erneut bei Bushlore, einen Hilux-Bushcamper, den wir auf unserer Namibia-Tour 2014 zu schätzen gelernt haben. Natürlich erhalten wir wieder einen „Stammkunden-Rabatt“ von 15 % und zahlen letztlich für 22 Miettage inklusive CDW 2 Versicherung ohne Selbstbeteiligung 37.526 ZAR (ca. 2.500 €). Keine Alternative ist die von vielen 4×4-Reisenden im Namibiaforum empfohlene neue Autovermietung „Safari Car Rental“ in Windhoek. Zum einen ist das Angebot deutlich teurer als das von Bushlore (rund 3.000 €), zum anderen kann Safari Car Rental die Bereitstellung des auf der Website angepriesenen 1,60 Meter großen Dachzeltes nicht garantieren. Das große Zelt war das einzige Kriterium, über einen Vermieterwechsel überhaupt nachzudenken!

Reise-Versicherung
Da alleine die Anmietung des 4×4 Fahrzeuges rund 3.000,– € kostet, Flug- und Buchungskosten in den Nationalparks hinzukommen, reicht in der Regel die Versicherungssumme der Reise-Rücktrittsversicherung nicht aus. Wir haben daher unsere Versicherungspolice einmalig um 3.000,– € erhöht. Daher unser Tipp: Vor einer individuellen Afrika Reise unbedingt die Police überprüfen, damit man im Ernstfall nicht unterversichert ist und viel Geld einbüßt!

Pack- und Einkaufslisten

Die mit unserer langjährigen Erfahrung zusammengestellte Packliste hilft dabei, alle notwendigen Accessoires für unsere Tour in die Wildnis  zusammenzutragen. Und nicht zu vergessen: Die begleitende, passende Afrika-Literatur, die wir ebenfalls in einer Liste zusammengestellt haben.

Anreise

2. – 3. November 2016: Flug Frankfurt-Windhoek-Ghanzi
4. November 2016: Maun

Moremi / Botswana

5. – 6. November 2016: Third Bridge
7. November 2016: Khwai, North Gate Campsite

Chobe / Botswana

8. November 2016: Tschaa Riverside Camp
9. November 2016: Savuti Camp
10. – 11. November 2016: Kasane mit Victoria Falls

Sambesi / Namibia

12. – 14. November 2016: Katima Mulilo

Kwando / Namibia

15. – 16. November 2016: Boots Safari im Mashi-Conservancy
17. – 19. November 2016: Nambwa Conservancy

Okavango Panhandle / Botswana

20. – 22. November 2016: Panhandle

Rückreise

23. November 2016: Gobabis

24. – 25. November 2016: Flug Windhoek-Frankfurt

 
 
Okavangodelta/Caprivi Tour 2016
StepMapOkavangodelta/Caprivi Tour 2016



 

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Unsere Okavango-Delta Impressionen

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